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Junge Erwachsene halten sich an Corona-Regeln

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Studie - Junge Erwachsene halten sich an Corona-Regeln

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Wegen ihrer vielen Kontakte stehen junge Erwachsene im Fokus der Corona-Maßnahmen. Doch: Die meisten von ihnen halten sich an die Regeln, zeigt eine aktuelle Studie.

Besonders jungen Menschen wird vorgeworfen, das Virus auf die leichte Schulter zu nehmen und die Beschränkungen auszureizen. Ein häufig ungerechter Vorwurf, wie eine Studie zeigt.

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Junge Menschen in Deutschland halten sich einer Studie zufolge mehrheitlich (83 Prozent) an die Maßnahmen gegen eine weitere Verbreitung des Corona-Virus.

Ein Fünftel hält Maßnahmen für nicht ausreichend

52 Prozent von ihnen halten sie für angemessen, wie aus der in Hannover vorgestellten Jugendstudie 2020 der TUI-Stiftung hervorgeht. Ein Fünftel (19 Prozent) stufe sie als übertrieben und ein weiteres Fünftel (23 Prozent) als nicht ausreichend ein.

Unter denen, die die Anti-Corona-Maßnahmen für nicht ausreichend erachteten, seien mehr Frauen (26 Prozent) als Männer (18 Prozent).

Regeln einhalten für Eigenschutz und Schutz anderer

Wer sich unter den jungen Menschen an die Maßnahmen halte, tue dies vor allem, um die Gesundheit anderer zu schützen, aber auch sich selbst, und drohenden Bußgeldern zu entgehen, sagte Marcus Spittler vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) im ZDF-Morgenmagazin. Er hat die Studie wissenschaftlich begleitet.

Nach einer Studie der TUI-Stiftung sehen sich junge Erwachsene oft "nur als Schüler und Studenten, die einfach nur funktionieren müssen", so Marcus Spittler vom Wissenschaftszentrum Berlin.

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Dass sich so viele junge Menschen auch zum Eigenschutz an die Maßnahmen der Bundesregierung hielten, sei überraschend, sagte Spittler.

Laut Studie halten 89 Prozent der Befragten den Schutz anderer für wichtig. Den Schutz der eigenen Gesundheit (79 Prozent) und die Strafen bei Missachtung (61 Prozent) bewerteten die jungen Deutschen als weniger wichtige Gründe.

Finanzielle Einbußen wegen Corona belasten junge Menschen

Für die Studie hatte das Meinungsforschungsinstitut YouGov den Angaben zufolge im September 1.011 junge Menschen befragt. Insgesamt seien junge Erwachsene optimistisch in das Jahr 2020 gestartet, sagte Spittler.

Auch das Aufkommen der Corona-Pandemie habe ihre Zukunftserwartungen "nicht sehr stark eingetrübt". Dennoch litten Jugendliche deutlich stärker unter Homeschooling als Erwachsene. Den 20- bis 26-Jährigen machten ebenfalls viel stärker als Erwachsenen finanzielle Einbußen zu schaffen.

Experte: Junge Menschen haben grundsätzlich mehr Kontakte

Auf die Frage, weshalb die jungen Menschen in Deutschland dennoch so sehr im Fokus stünden, wenn es um die aktuell hohen Zahlen geht, sagte Spittler:

Es hängt sicherlich damit zusammen, dass junge Menchen ganz grundsätzlich mehr Kontakte haben. Sie stehen viel mehr im Leben und sie gehen auch mehr aus.
Marcus Spittler

Sie ärgerten sich aber auch untereinander über diejenigen, die weiterhin auf Partys gehen und sich nicht an die Maßnahmen halten.

Präsenzunterricht, Reisen und soziale Kontakte fehlen

Die Umfrage zeigt, dass sich insbesondere die sehr jungen Befragten mit geschlossenen Schulen und Fernunterricht während der Krise schwertun. 29 Prozent der 16- bis 20-Jährigen stimmten dieser Aussage zu, unter den 21- bis 26-Jährigen waren es 14 Prozent.

Man sieht verschiedene Menschengruppen, also Cluster, die mit dem Corona-Virus (symbolisch) infiziert sind.

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