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Neue Panne bei Corona-Tests - Bayern: 10.000 Menschen zu spät informiert

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Neue Panne in Bayern: Rund 10.000 Reisende haben sich zwischen Samstag und Dienstag an Flughäfen in Bayern testen lassen - und wurden zu spät informiert - oder gar nicht.

Corona-Testzentrum am Flughafen München. Archivbild
Neue Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern: Laut Gesundheitsministerium sind rund 10.000 Menschen betroffen.
Quelle: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Tausende lassen sich jeden Tag an den bayerischen Flughäfen ein Stäbchen in die Nase stecken. Ein kurzes unangenehmes Gefühl, schon ist es wieder vorbei. Doch dann scheint die Qual oft erst zu beginnen: Die Reiserückkehrer müssen auf das Ergebnis ihres Corona-Tests lange warten. Zu lange, wie nun eine neue Panne in Bayern zeigt. Binnen 48 Stunden sollen sie eigentlich informiert werden - doch viele harren Tage später noch immer in Quarantäne aus.

Verzögerungen bei Übermittlung von Testergebnissen

Schon wieder gibt es Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern, dieses Mal sind rund 10.000 Menschen betroffen, wie ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitag in München einräumte. Sie waren zwischen Samstag und Dienstag an bayerischen Flughäfen auf das Coronavirus getestet worden und bekamen nicht innerhalb der versprochenen Frist von 48 Stunden das Ergebnis mitgeteilt.

Begonnen hat das jüngste Debakel am 28. August, als nach Auskunft des privaten Dienstleisters Ecolog 400 Ergebnisse nicht rechtzeitig bei den Getesteten waren. In den Tagen danach, also vom 29. August bis zum 1. September, häuften sich dann rund 10.000 Tests an. Ecolog spricht von einer Computerpanne. Aber selbst im Gesundheitsministerium konnte bislang niemand genau sagen, woran es denn konkret lag.

Das Problem konnte nach Angaben des Dienstleisters inzwischen gelöst werden. Dieser Vorgang zeigt, dass das Controlling durch das LGL (Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit) bei den Testungen funktioniert.
Melanie Huml, Gesundheitsministerin Bayern (CSU)

Doch die Opposition sieht das ganz anders - und kritisiert Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Ruth Waldmann, Gesundheitsexpertin der SPD-Landtagsfraktion, betont:

Das ist nicht nur hochpeinlich für die Staatsregierung, sondern gefährlich und auch ärgerlich für die Betroffenen, die daheim in Quarantäne sitzen und ihr Testergebnis nicht bekommen.
Ruth Waldmann, SPD-Landtagsfraktion

Auch die FDP und die Grünen in Bayern fordern ein neues Testkonzept.

Bayern hält an Konzept "Tests für alle" fest

Während alle anderen Bundesländer die kostenlosen Corona-Test für Urlauber aus Nicht-Risikogebieten zum Ende der Sommerferien beenden wollen, hält Bayern weiter an seiner Test-Strategie fest. Jeder soll kostenlos einen Abstrich nehmen lassen können - egal, ob er in einem Risikogebiet war oder nicht. Doch auch Ärzte kritisieren ein "ungezieltes" Testen mit zu langen Wartezeiten.

Engpässe bei Testkapazität

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7 min
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Nach Angaben der Gesundheitsministerin ließen sich bislang rund 370.000 Reiserückkehrer an den Stationen im Freistaat testen - also an Flughäfen, Autobahnraststätten und Hauptbahnhöfen. Mehr als 4.600 davon seien positiv gewesen. Daran sehe man "die riesige logistische Herausforderung und gleichzeitig den Erfolg der Testungen", so Huml.

Die Ministerin steht sowieso schon in der Kritik. Erst Mitte August war bekannt geworden, dass Zehntausende Menschen tagelang auf das Ergebnis ihres Corona-Tests gewartet hatten - darunter auch mehr als 900 positiv Getestete. Huml bot Söder den Rücktritt an, doch der hielt an ihr fest.

Mehr zur ersten Corona-Testpanne in Bayern im August:

Schwere Panne in Bayern: die Corona-Testergebnisse von Zehntausenden Reiserückkehrern wurden den Betroffenen tagelang nicht mitgeteilt. Die Opposition im bayerischen Landtag kritisiert Ministerpräsident Söder heftig.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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