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RKI-Chef: Mehr Risikogruppen testen

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Kapazitäten nicht ausgeschöpft - RKI-Chef: Mehr Risikogruppen testen

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Die Corona-Testkapazitäten in Deutschland sind derzeit nicht ausgenutzt. RKI-Chef Wieler will daher verstärkt Risikogruppen testen. Amtsärzte sehen darin eine Scheinsicherheit.

Die Testkapazitäten in Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut auf ihrem Höchststand. RKI-Chef Wieler appelliert an die Bevölkerung, die Regeln weiter einzuhalten. Deutschland stehe am Anfang eines Marathons zur Überwindung der Krise.

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat eine Ausweitung der Tests auf das Coronavirus empfohlen. Auch bei leichten Symptomen solle sofort getestet werden, je früher desto besser, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag.

RKI-Chef gegen Tests ohne Symptome

Eine generelle Testung der Bevölkerung ohne Symptome sei nicht ratsam. Abhängig von der Situation sei es aber sinnvoll, Risikogruppen durch häufigere Tests besser zu schützen - zum Beispiel in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. Denn Infizierte könnten das Virus ausscheiden, bevor sie Symptome spürten.

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Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, unterstützt den Vorstoß von Wieler. "Jedoch müssen auch die 300.000 Bewohner in Einrichtungen des Betreuten Wohnens und die Hundertausende Altenpflegekräfte in dieses Schema aufgenommen werden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Ebenso sei ein nachhaltiger Infektions-Grundschutz notwendig. Denn auf absehbare Zeit stehe kein Impfstoff zur Verfügung.

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Amtsarzt: Hygienemaßnahmen entscheidend

Amtsärzte, die sehr nahe am Infektionsgeschehen dran sind, sehen die Empfehlungen des RKI kritischer. Selbst regelmäßige Tests in Senioren-Einrichtungen böten nur eine Scheinsicherheit, sagte Patrick Larscheid, Amtsarzt im Berliner Bezirk Reinickendorf mit rund 265.000 Einwohnern.

Wenn konsequent mit Hygienemaßnahmen gearbeitet werde, seien die Bewohner gut geschützt. Voraussetzung sei, dass genug und vor allem ausreichend qualifiziertes Personal mit entsprechenden Verhaltensregeln in einer Einrichtung arbeite. "Das ist die größte Sicherheit." Personal solle dabei nicht Bereiche wechseln - und ausreichend Schutzmaterial müsse natürlich vorhanden sein.

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