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15.332 neue Corona-Infektionen - Wann kommt die Trendwende?

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Die Zahlen sinken einfach nicht: Das RKI meldet über 15.000 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Wann zeigen sich endlich Auswirkungen des Teil-Lockdowns?

Sperrstunde in Hannover
Sperrstunde in Hannover nach Teil-Lockdown - wann kommt die Trendwende?
Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 15.332 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 2.000 Fälle mehr als am Montag. Im Vergleich zum Dienstag vergangener Woche (15.352 neue Fälle) ist der Wert nahezu identisch. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Bis sich die Wirkung des seit vergangenem Montag (2.11.) greifenden Teil-Lockdowns mit Schließungen etlicher Einrichtungen bei den Infektionszahlen zeigen wird, dauert es, sagt das RKI. Grund sind die Spannen von der Ansteckung zu Symptomen, Test und Erfassung, die liegen demnach bei zwei bis drei Wochen.

Aktuell ist eine weitere Zunahme der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten.
RKI-Lagebericht vom Sonntagabend

Die Zahl erfasster Neuinfektionen je 100.000 Einwohner über sieben Tage lag am Montag (Stand 00.00 Uhr) bei 139 (Vortag: 135,6). Vor vier Wochen (12.10.) hatte sie noch bei 27,5 gelegen. Eine hohe Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, dass sich viele Menschen mit dem Virus infiziert haben. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat als Ziel ausgegeben, wieder in eine Region von 50 Infektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner zu kommen.

Neues Allzeithoch bei Patienten auf Intensivstation

Immer stärker bemerkbar macht sich die hohe Zahl an Neuinfektionen in den Krankenhäusern: Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen hat in Deutschland den Höchstwert vom Frühjahr übertroffen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldete am Montag, dass 3.005 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden.

Der bisherige Höchststand war laut DIVI am 18. April mit 2.933 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erreicht worden. Tatsächlich sei die Lage in den Kliniken derzeit schlimmer als im Frühjahr, sagte DIVI-Präsident Uwe Janssens der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe wesentlich mehr infizierte Patienten auf den anderen Stationen - von denen ein Teil noch auf den Intensivstationen landen werde.

Auch beim R-Wert bisher keine Trendumkehr erkennbar

Anders als bei der Spitze am 18. April werde diesmal kein Abflauen folgen, der Anstieg werde sich vielmehr vorerst fortsetzen, so Janssens. Der Grund sei, dass sich die jeweilige Zahl an Neuinfektionen erst verzögert in schweren Verläufen und schließlich in der Belegung der Intensivstationen niederschlage.

In vier Wochen werden wir die Folgen der Spitzenwerte jetzt sehen.
Uwe Janssens, Präsident Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin

Auch bei der Reproduktionszahl als weiterer Kenngröße des Infektionsgeschehens lässt sich bisher keine deutliche Trendumkehr erkennen. "Die berichteten R-Werte lagen seit Anfang Oktober stabil deutlich über 1. In den letzten Tagen unterlag der R-Wert leichten Schwankungen", hieß es vom RKI.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag demnach am Montag bei 0,98 (Vortag: 1,01). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa zehn weitere Menschen ansteckten. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Man sieht verschiedene Menschengruppen, also Cluster, die mit dem Corona-Virus (symbolisch) infiziert sind.

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