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Schon 160.000 zusätzliche Tote in Europa

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Übersterblichkeit durch Corona - Schon 160.000 zusätzliche Tote in Europa

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Zahlen von Eurostat zufolge sind im Frühjahr 160.000 mehr Menschen in Europa gestorben als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. ZDFheute hat die Statistiken analysiert.

Tote in Italien
Italien wurde im Frühjahr besonders hart von der Pandemie getroffen.
Quelle: ap

Die Zahlen der Statistikbehörde der EU Eurostat sind in nüchternen Tabellen aufgelistet, zusammengetragen von den Statistikbehörden 24 europäischer Staaten. Vergleicht man die Anzahl der Todesfälle der vergangenen Jahre mit denen von 2020, zeigt sich ein Corona-Effekt: In einigen Ländern stieg die Zahl der Gestorbenen dramatisch an. Addiert gab es zwischen März und Mai dieses Jahres insgesamt rund 160.000 mehr Todesfälle als im jeweils gleichen Zeitraum der Jahre 2016 bis 2019.

Starke Zunahme der Sterbefälle Anfang April

Diese sogenannte Übersterblichkeit - eine erhöhte Sterberate im Vergleich zu Erfahrungswerten aus der Vergangenheit - ist am heftigsten Anfang April zu erkennen: In der 14. Kalenderwoche starben dieses Jahr in den untersuchten Ländern knapp 120.000 Menschen.

Zum Vergleich: In den Jahren zuvor waren es in der gleichen Kalenderwoche immer nur um die 80.000, selbst in der heftigen Grippesaison des Jahres 2018 starben nur knapp 90.000 Menschen. Doch allein Spanien zählte in dieser Woche im April über 20.000 Tote - mehr als doppelt so viele wie sonst üblich.

Doch die Unterschiede innerhalb Europas sind gravierend: Während beispielsweise Spanien, Italien, Belgien oder Schweden eine deutlich höhere Übersterblichkeit verzeichnen, gibt es mit Bulgarien oder der Slowakei auch Länder, die weniger Todesfälle hatten als sonst. In Deutschland lag die Zahl der Todesfälle im April nach Angaben des Statistischen Bundesamts deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

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Über 50 Prozent mehr Todesfälle bei Männern über 70

Blickt man noch genauer auf die einzelnen Regionen in Europa, werden die Unterschiede noch deutlicher. Die am schlimmsten von Covid betroffenen Regionen liegen allesamt in Spanien und Italien. "Vom 2. März bis 10. Mai hatten Bergamo, Cremona, Segovia, Lodi und Brescia mehr als dreimal mehr Todesfälle als im gleichen Zeitraum der letzten vier Jahre", heißt es im Eurostat-Bericht.

Vor allem Menschen ab 70 waren besonders betroffen: Europaweit gab es 56 Prozent mehr Todesfälle bei den Männern dieser Altersgruppe, bei den Frauen lag die Zunahme bei 44 Prozent im Vergleich zu den vergangenen Jahren.

Dem Autor auf Twitter folgen: @OliverKlein

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