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Reiseplanung in der Corona-Krise: Und jetzt?

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Schwierige Entscheidung 2020 - Reiseplanung in der Corona-Krise: Und jetzt?

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Die Corona-Krise und die Frage nach künftigen Maßnahmen machen die Urlaubsplanung 2020 schwierig. Hier sehen Sie wichtige Fragen und Antworten.

Zwei Spaziergänger am Strand
Lerere Strände in Antalya (Archivbild): Auf Reisen ins Ausland werden wir wohl noch warten müssen.
Quelle: ZDF

Wann werden Reisen wieder möglich sein?

Die weltweite Reisewarnung der Bundesregierung gilt bis Ende April. Das Auswärtige Amt muss noch entscheiden, ob es die Reisewarnung verlängert oder zumindest abschwächt.

Es wird erwartet, dass zunächst Reisen innerhalb Deutschlands wieder möglich sein werden. Wann genau, ist offen. Nach dem Beschluss von Bund und Ländern vom Mittwoch sollen Übernachtungsangebote im Inland bis auf weiteres nicht für touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Am 30. April soll die Lage neu bewertet werden.

Reisen ins Ausland dürften erst später wieder machbar sein. Derzeit gelten in vielen Ländern weiterhin Einreisestopps für Ausländer.

Bekomme ich für einen abgesagten Pauschalurlaub das Geld zurück?

Nach geltendem Recht steht Pauschalurlaubern die Erstattung des Reisepreises binnen 14 Tagen zu, wenn der Veranstalter die Reise storniert hat. Die Reiseveranstalter pochen jedoch darauf, stattdessen Gutscheine ausgeben zu dürfen, um liquide zu bleiben. Andernfalls drohten massenhaft Insolvenzen.

Die Bundesregierung will die Gutschein-Lösung, die Entscheidung liegt aber in Brüssel. Europaweit hätten die Menschen rein rechtlich die Wahl, ob sie das Geld oder einen Gutschein wollten, sagte Kommissionspräsidentin von der Leyen.

Was bieten die Reiseveranstalter konkret?

Weiterhin bieten sie Erstattungen für Reisen an, die wegen Corona geplatzt sind. Einige Veranstalter werben aber auch mit Rabatten für eine Verschiebung von geplatzten Urlaubsreisen, zum Beispiel mit 150 Euro "Reiseguthaben", wenn Kunde sich für eine Gutschrift entscheiden. Oder 200 Euro für Extraleistungen am Reiseziel.

Im Video: Die Krise der Tourismus-Industrie

Urlauber sind gestrandet, Reiseveranstalter drohen unterzugehen.

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Soll ich meine Reise später im Jahr lieber stornieren?

Schwierig. Wer jetzt eine Reise von sich aus storniert, könnte auf Stornogebühren sitzen bleiben. Denn womöglich wird die gebuchte Reise etwa im Sommer doch möglich sein. "Ich rate davon ab, jetzt zu stornieren", sagt Juristin Sabine Fischer-Volk von der Kanzlei Karimi in Berlin. Wer weiterhin verreisen will, falls das möglich ist, erfährt dann aber im Zweifel erst kurzfristig, ob die Reise tatsächlich stattfindet.

Im Video: So sehen die Lockerungen konkret aus

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf erste vorsichtige Lockerungen in der Coronavirus-Krise verständigt. Viele Lebensbereiche bleiben dennoch stark eingeschränkt.

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Wer seine Reise wegen der Pandemie dagegen gar nicht mehr antreten möchte, aber nun einfach abwartet, ohne zu stornieren, der läuft Gefahr, dass sich die Stornoentgelte für ihn erhöhen. Das gilt, falls zum Reisezeitpunkt dann eben doch keine unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstände mehr vorliegen. Nur diese berechtigen zum kostenlosen Rücktritt vom Reisevertrag.

Kann ich jetzt schon einen neuen Urlaub buchen?

Das ist natürlich möglich, aber mit großen Unsicherheiten verbunden. Noch ist ja nicht klar, wann welche Länder wieder bereist werden können. Juristin Fischer-Volk rät: "Abwarten und nichts Neues buchen, weil nicht absehbar ist, wann man wieder ohne Angst reisen kann." Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen riet dazu.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

"Geschlossen" steht auf einem Schild an der Tür eines Restaurants. Einem Bericht zufolge sollen nach Plänen des Bundes Gastronomiebetriebe im November geschlossen bleiben.

Lockdown im November -
Überblick: Darüber sprechen Bund und Länder
 

Der Winter naht. Die Corona-Zahlen steigen. Bund und Länder müssen gegensteuern. Ein vorübergehender Lockdown soll die zweite Welle brechen. Die Pläne im Überblick.

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