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Urlaub in Corona-Zeiten - So bereiten sich unsere Lieblingsziele vor

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Mit Abstand an den Strand: Die Lieblingsziele deutscher Urlauber bereiten sich vor. Mancherorts geht es bald los. Einige Traumziele bleiben wegen Corona noch zu - ein Überblick.

Urlauber an Strand
Urlauber an Strand
Quelle: dpa

Die für Mitte Juni anvisierten Grenzöffnungen in Europa lassen die Hoffnung wachsen, die Sommerferien auch während der Corona-Krise wider Erwarten auch im Ausland verbringen zu können. Einige Länder bereiten sich vor - andere müssen teils noch hohe Hürden überwinden. Ein Überblick:

Österreich - Berge, Seen und Sissis Schloss warten

In der Alpenrepublik ist die Erleichterung groß. Viele Urlauber hatten ihren Sommeraufenthalt im Land der Berge und Seen schon vor der Corona-Krise gebucht. Die Deutschen sind die mit Abstand wichtigste Gästegruppe. Sie treffen auf ein Land mit aktuell äußerst niedrigen Coronazahlen. Wichtige touristische Einrichtungen wie Museen, Bergbahnen und Freizeitparks sollen im Lauf der nächsten Wochen wieder öffnen.

Der Tourismus soll wieder anlaufen und sich vor allem auch für deutsche Urlauber öffnen. Wie kann das funktionieren? Die österreichische Regierung hat Hygiene-Konzepte erstellt, die Hoteliers und Gastwirte jetzt umsetzen sollen.

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Dazu zählt ab Freitag auch das einst von Kaiserin Sissi bewohnte Schloss Schönbrunn in Wien. Die Besucher müssen aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Noch in der Luft hängt die Kultur-Szene. Theater, Konzerte und Festspiele wissen noch nicht genau, ob, wann und unter welchen Bedingungen sie wieder vor Publikum spielen dürfen.

Leere Strandkörbe am 11.05.2020 stehen am Strand von Rostock

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Italien - noch alles unklar, nur Südtirol prescht vor

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat seinen eigenen Landsleuten zwar Hoffnung auf einen Sommerurlaub am Strand gemacht. Doch ob und wann Touristen aus dem Ausland wieder nach Italien dürfen, steht noch in den Sternen. Südtirol ist jedenfalls schon mal vorgeprescht und öffnet Ende Mai wieder Hotels - und buhlt um deutsche Touristen.

Das Colosseum in Rom, Italien
Das Colosseum in Rom, Italien
Quelle: epa

Derweil verliert sich das Land in teils absurd anmutenden Diskussionen über Abstandsregeln am Strand, im Meer und für Kinder beim Buddeln im Sand. Strandbadbetreiber laufen Sturm gegen Vorschläge, dass Sonnenschirmreihen bis zu fünf Meter voneinander entfernt stehen müssen oder Sonnenliegen nach jedem Wechsel desinfiziert werden sollen. Zutritt soll es nur mit Buchungen vorab geben. Derzeit ist das aber noch Zukunftsmusik: Selbst die Italiener dürfen derzeit noch nicht von einer Region in die andere verreisen.

Spanien - noch alles wackelig

Jegliche Spanien-Pläne sind für den Sommer 2020 für internationale Feriengäste noch wackelig. Bislang sind die Grenzen zu. Selbst den Spaniern ist es weiter verboten, in andere Regionen ihres Landes zu reisen. Zudem müssen ab dem 15. Mai aus dem Ausland nach Spanien Einreisende zwei Wochen in Quarantäne. Die Maßnahme soll so lange gelten, bis der Corona-Alarmzustand endet.

Jedoch gibt es schrittweise Lockerungen, auch wenn noch nicht klar ist, was das für den Tourismus heißt. So durften zumindest in Teilen des Landes die Hotels unter strengen Auflagen wieder öffnen.

Die Auswirkungen von Covid-19 auf den Tourismus sind einfach brutal.

Das schrieb die Zeitung "El Periódico". Aber immerhin: Ab Juni wollen die Lufthansa und ihre Tochter Eurowings wieder Urlauberjets auf die vom Virus weniger betroffene Balearen-Insel Mallorca schicken.

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Griechenland - setzt voll auf Tourismus

Athen will ab 18. Mai alle Bewegungen innerhalb des Landes erlauben. Der Tourismus soll ab 1. Juli wieder anlaufen. In den Urlaubsorten am Meer sollen die Liegen und die Sonnenschirme am Pool oder am Strand etwa drei bis fünf Meter voreinander entfernt stehen. Nur 40 Badende pro 1.000 Quadratmeter sollen zugelassen werden. Große Diskussionen gibt es darüber, ob die Mahlzeiten im Buffet-Stil oder am Tisch serviert werden sollen. Damit sich das Virus nicht ausbreitet, sollen die Betten in den Zimmern nicht täglich gemacht werden.

Fast ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts Griechenlands wird durch den Tourismus erwirtschaftet.

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Der Tourismus ist extrem wichtig für das Land, das seine große Wirtschaftskrise hinter sich gelassen hatte. Zuletzt kamen im Jahr 33 Millionen Touristen. Für 2020 rechnete die Branche mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz. Jetzt dürften es nicht mehr als zwei Milliarden Euro werden. Rund 65 Prozent der Hoteliers befürchten, dass sie diesen Sommer gar nicht öffnen.

Frankreich - noch alles unklar

Zwei Monate lang durften die Franzosen ihre Strände nur aus der Ferne betrachten. Mit der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen ändert sich das nun. Welche Strände am Mittelmeer, an Atlantik und Nordsee wieder öffnen, entscheiden regionale Behörden. Im westfranzösischen Département Loire-Atlantique öffneten bereits zwei Strände zum Baden und Angeln; weitere im Norden und Süden des Landes sollen folgen. Für die Mittelmeerinsel Korsika besteht noch ein Reiseverbot - dort sind vorerst keine Touristen willkommen.

Promenade des Anglais in Nizza, Frankreich
Promenade des Anglais in Nizza, Frankreich
Quelle: reuters

Für Hotels, Restaurants und Cafés ist bisher kein Öffnungsdatum festgelegt. Darüber soll erst Ende Mai entschieden werden. Auch bei Sehenswürdigkeiten wie dem Eiffelturm ist unklar, wann Touristen ihn wieder besuchen können. Große Museen wie der Louvre in Paris werden ihre Türen wohl nicht vor September öffnen. Kleinere Museen dürfen schon wieder Besucher empfangen.

Türkei - bereitet sich langsam vor

Die Türkei lockert schrittweise die Corona-Maßnahmen und bereitet sich auf eine Öffnung für den Tourismus vor. Inzwischen gelten nur noch Reisebeschränkungen für 15 statt wie zuvor für 31 Städte und Provinzen. Ende Mai will das Land den inländischen Reiseverkehr aufnehmen, im Juni hofft es auf internationale Urlauber. Für Hotels und Restaurants sollen strenge Corona-Auflagen gelten. Es müssen etwa Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, das Personal soll eine Pandemie-Ausbildung erhalten.

Istanbul, Türkei
Istanbul, Türkei
Quelle: epa

Dazu hat die Türkei ein Zertifikationsprogramm entwickelt. Nach der Öffnung für internationale Flüge sollen an den Grenzübergängen, etwa am Flughafen Antalya, Corona-Tests durchgeführt werden. Die halbstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines hatte ihren Flugstopp zuletzt bis zum 28. Mai verlängert.

Kroatien - lockt mit seiner buchtenreichen Küste

Das stark vom Tourismus abhängige Land an der Adria mit seiner langen, buchtenreichen Küste und den vielen Inseln dringt auf eine Öffnung der europäischen Grenzen. Seit dem 9. Mai gelten gelockerte Einreisebestimmungen. Demnach dürfen Ausländer mit drei Begründungen die Grenze ohne Corona-Test und ohne Quarantäne-Auflagen passieren: wenn sie eine Immobilie oder ein Boot in Kroatien besitzen, wenn sie zu einem Begräbnis reisen oder wenn sie über die Einladung eines Unternehmens verfügen und an ihrer Einreise ein wirtschaftliches Interesse besteht.

Strand auf der Insel Mali Losinj, Kroatien
Strand auf der Insel Mali Losinj, Kroatien
Quelle: epa

Eine informelle Weisung des Innenministeriums hält fest, dass die letzte Bestimmung auch auf Urlauber anzuwenden ist, die eine Unterkunft in Kroatien gebucht haben.

Niederlande - bald öffnen die Ferienwohnungen

Der Holland-Urlaub wird wieder möglich. Schon jetzt öffnen stufenweise Bungalowparks ihre Tore und werden auch wieder Ferienwohnungen vermietet. Ab dem 1. Juli sollen dann alle Campingplätze und Ferienparks wieder voll geöffnet werden. Bisher galt das nur eingeschränkt. So mussten etwa auf Campingplätzen Duschen und WCs geschlossen bleiben.

Wohnmobil in Warkum, Niederlande
Wohnmobil in Warkum, Niederlande
Quelle: dpa

Die sanitären Einrichtungen werden ab 1. Juli auch an Stränden und in Naturparks wieder geöffnet. Museen dürfen ab 1. Juni wieder Besucher empfangen - vorausgesetzt, sie melden sich vorher online an. Auch Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen dürfen jeweils maximal 30 Gäste bewirten. Ab Juli sind dann bis zu 100 Gäste erlaubt.

Polen - hält noch bis Juni die Grenzen dicht

Das Land hält bis zum 12. Juni an Kontrollen an den Grenzen zu anderen EU-Ländern fest. Ausländer dürfen nicht rein. Bisher gelten Ausnahmen für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und Diplomaten. Seit dem 4. Mai sind Hotels und Einkaufszentren wieder geöffnet. In einem weiteren Schritt zur Beendigung des Lockdowns dürfen Restaurants und Cafés ab kommendem Montag (18.05.) wieder öffnen. Es muss aber ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen eingehalten werden.

Ostseestrand bei Sopot, Polen
Ostseestrand bei Sopot, Polen
Quelle: reuters

Auch sind Köche und Keller verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ebenfalls ab kommendem Montag öffnen dürfen Friseursalons und Kosmetikstudios.

Ägypten - noch alles unklar

Es ist weiter unklar, wann an beliebten Strandorten wie Hurghada und Scharm El-Scheich wieder Normalität einkehrt. Hotels dürfen für einheimische Urlauber bei 25 Prozent Belegung inzwischen aber wieder öffnen und ab 1. Juni bei 50 Prozent Belegung. Die Hotels müssen unter anderem Desinfektionsmittel am Eingang bereitstellen und das Gepäck der Gäste bei Ankunft und Abreise desinfizieren.

Die Sphinx bei der Giza-Pyramide, Ägypten
Die Sphinx bei der Giza-Pyramide, Ägypten
Quelle: ap

Wenn die Grenzen wieder öffnen, soll auch an Flughäfen sichergestellt werden, dass Reisende einen Mindestabstand zueinander einhalten können. Experten schätzen, dass der ägyptischen Tourismusbranche wegen der Pandemie pro Monat Einnahmen von einer Milliarde US-Dollar entgehen.

Der politische Druck auf Bundesinnenminister Seehofer die Situation an den Grenzen zu unseren Nachbarländern zu entschärfen, war wohl doch zu groß. Zumindest an einigen Grenzübergängen wird es jetzt schon ab Samstag Erleichterungen geben, ab 15. Juni …

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