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In diesen Urlaubsländern steigen die Zahlen

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Coronavirus in Südeuropa - In diesen Urlaubsländern steigen die Zahlen

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Griechenland, Spanien, Kroatien, Bulgarien: Gerade kehren die Touristen zurück in diese Länder und prompt steigen auch die Infektionszahlen. Was bedeutet das für Urlauber?

Archiv: Touristen am Opatija Strand in Kroatien.
Touristen am Opatija Strand in Kroatien. Bislang gab es Infektionsanstiege vor allem im Norden des Landes und in der Hauptstadt Zagreb.
Quelle: epa

Lange war unklar, ob deutsche Touristen in den Sommerferien ihre liebsten Reiseziele in Südeuropa besuchen können. Unter strengen Hygienevorkehrungen dürfen sie es nun doch. Nachdem dort der Tourismus wieder angelaufen ist, mehren sich aber Meldungen über ansteigende Corona-Fälle, etwa in Bulgarien, Griechenland, Kroatien und Spanien.

Was heißt das für die dortigen Touristen? Was sagt das Auswärtige Amt dazu? Und was bedeuten die steigenden Zahlen für die Wiedereinreise nach Deutschland?

Bulgarien

Mit Blick auf die offiziellen Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) war Bulgarien bisher weniger stark von der Corona-Epidemie betroffen als andere europäische Länder. Anfang Juni wurden die Einreisebestimmungen in das Land entsprechend gelockert. Seither gehen die täglichen Fallzahlen aber kontinuierlich nach oben, obwohl es auch an Bulgariens Flughäfen noch immer verstärkt Einreisekontrollen und Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen gibt.

Seit Anfang Juli verzeichnet das Land am Schwarzen Meer mit täglich knapp 180 Neuinfektionen so viele wie noch nie in der Krise. Etwa ein Fünftel der 5.900 in Bulgarien bekannten Fälle wurden alleine in der vergangenen Woche registriert. Größere Ausbrüche wurden zuletzt in der Stadt Veliko Tarnovo und unter den Mitgliedern von Fußballteams aus der Hauptstadt Sofia und der Küstenstadt Warna bekannt.

Das Auswärtige Amt hat bislang keine gesonderte Reisewarnung für Bulgarien ausgesprochen - wohl weil die Zahlen noch relativ gering sind und bisher keine großen Ausbrüche unter Touristen bekannt sind.

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Griechenland

Griechenland gilt als eines der Musterländer bei der Bekämpfung von Covid19. Bislang zählt das Land mit etwa zehn Millionen Einwohnern nur knapp 3.500 Infektionen. Zum Vergleich: Das ähnlich bevölkerte Schweden verzeichnet über 73.000 Infektionen.

Die Einreise nach Griechenland ist stark reglementiert, Reisende müssen ein Online-Formular zum Stand ihrer Gesundheit ausfüllen und dieses bei der Einreise vorzeigen. Bei Einzelnen können sogar verpflichtende Corona-Tests durchgeführt werden. ZDF-Korrespondentin Annette Hilsenbeck beobachtet bisher ein gutes Krisen-Management der Griechen:

Griechenland hat nach wie vor relativ strenge Corona-Maßnahmen und ist damit bisher erfolgreich, die Infektionen auf sehr niedrigem Niveau zu halten.
Annette Hilsenbeck

Aktuell wurden vor allem im Norden des Landes Dutzende Fälle infizierter Touristen bekannt, darunter überwiegend Serben. Dementsprechend stieg die Zahl der Infizierten laut JHU am 6. Juli auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 43. Da diese Zahl aber relativ gering ausfällt, gibt es zur Zeit auch keinen akuten Grund zur Sorge - und keine konkrete Reisewarnung vom Auswärtigen Amt.

Nach einem fast dreimonatigen Lockdown lässt Griechenland ab heute wieder Touristen aus zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, einreisen.

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Kroatien

Ähnlich wie Griechenland und Bulgarien war auch Kroatien in der Corona-Krise lange relativ glimpflich davongekommen. Seit Mitte Juni steigt aber auch hier die Zahl der Neuinfektionen sehr schnell an und bewegt sich wieder auf einem ähnlich hohen Niveau wie zum Höhepunkt Ende März.

Stand gestern gab es in dem Vier-Millionen-Einwohner-Land 69 Neuinfektionen. ZDF-Korrespondentin Britta Hilpert erklärt dazu:

In Kroatien gibt es bislang keine großen Hotspots in den Urlaubsgebieten, sondern eher in Zagreb und im Norden. Es herrscht in der Bevölkerung aber eine gewisse Nervosität, dass mit den Urlaubern auch das Virus kommt.
Britta Hilpert

Sollte sich das Infektionsgeschehen auch auf die bei Touristen beliebten kroatischen Inseln verlagern, müssen Reisende laut Auswärtigem Amt damit rechnen, "dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig unterbrochen werden, und ein Verlassen bzw. Betreten der Inseln nicht mehr möglich ist."

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Spanien

Spanien ist eines der Länder, die im Frühjahr besonders heftig von der Corona-Epidemie getroffen wurden. Bislang sind über 28.000 Menschen gestorben. Seit April waren die Infektionszahlen kontinuierlich gesunken. Aktuell verzeichnet das Land aber wieder zunehmend Corona-Fälle. Am 6. Juli zählt das Johns-Hopkins-Institut 1.200 Neuinfektionen, so viele wie seit Ende Mai nicht mehr.

Dabei müssen Einreisende ähnliche Regeln beachten wie in Griechenland: Ab 48 Stunden vor der Einreise müssen sie Gesundheitsunterlagen ausfüllen und bei der Einreise vorzeigen. An Flughäfen kommt es unter anderem zu Temperaturmessungen.

Mit einem Trauergottesdienst hat Spanien der über 28.000 Todesopfer der Corona-Pandemie gedacht. An der Messe nahmen auch König Felipe VI. und Königin Letizia teil.

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In einzelnen nordspanischen Regionen, in Galizien und Katalonien kam es zu Lockdowns. Das Auswärtige Amt warnt daher vor Reisen in diese Gebiete, zu denen unter anderem das katalanische Lleida oder die Region um das bei Touristen beliebte Playa de las Catedrales in Galizien zählen. Für die Balearen gibt es keine Warnung.

Diese spanischen Regionen sind betroffen

Was ist mit der Wiedereinreise nach Deutschland?

Auf der Seite des Innenministeriums heißt es, es bestehe eine “14-tägige Quarantänepflicht nur noch für Personen, die aus einem Risikogebiet in die Bundesrepublik Deutschland einreisen.“ Dazu zählen unter anderem Regionen, in denen die Neuinfiziertenzahl gerechnet auf sieben Tage bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern liegt oder es durch den jeweiligen Staat erlassene Schutzmaßnahmen gibt.

Bei dem bislang relativ geringen Infektionsgeschehen in Griechenland, Bulgarien und Kroatien gibt es für deutsche Urlauber aktuell wenig Grund zur Sorge - sollten die Zahlen aber vor allem in Kroatien und Bulgarien weiter so stark steigen wie zuletzt, könnte sich das schnell ändern.

In Spanien könnte es Probleme vor allem für diejenigen geben, die sich aktuell in Regionen befinden, die aufgrund neuer Infektionsherde abgeriegelt wurden. Die beliebten Balearen sind davon bislang aber noch nicht betroffen.

Der Landkreis La Marina in Nordwest-Spanien wird aufgrund einer starken Verbreitung des Coronavirus für fünf Tage abgeriegelt. Rund 70.000 Menschen sind betroffen.

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