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US-Neuinfektionen auf Höchstwert - Corona breitet sich im Schatten der Wahl aus

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Während das Land auf das Ergebnis der Präsidentschaftswahl wartet, breitet sich das Coronavirus immer weiter in den USA aus. Die Infektionszahlen erreichen einen neuen Höchststand.

Eine Frau zeigt ihren Personalausweis in einem Wahllokal an 03.11.2020 in New Orleans
Die USA verzeichnen weiter hohe Zahlen an Corona-Neuinfektionen.
Quelle: AP

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in den USA am dritten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Bis Freitag wurden mehr als 127.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert, wie die Johns-Hopkins-Universität meldete.

Die Zahl der Todesfälle stieg um 1.149. Es war der vierte Tag in Folge, dass die Zahl der Todesopfer bei mehr als 1.000 lag. Insgesamt wurden in den USA bislang mehr als 9,7 Millionen Corona-Infektionen und mehr als 236.000 Todesfälle registriert. Die Vereinigten Staaten sind damit das am schwersten von der Pandemie betroffene Land weltweit.

Trumps Stabschef mit Coronavirus infiziert

Auch einer der wichtigsten Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump infizierte sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus. Trumps Stabschef Mark Meadows sei positiv auf das Virus getestet worden, berichteten die Sender CNN und CBS sowie die Zeitung "New York Times" übereinstimmend. Das Weiße Haus wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Meadows hatte Trump am Dienstag - dem Tag der Wahl in den USA - bei einem Besuch von Wahlhelfern in Arlington bei Washington begleitet. Die "New York Times" berichtete, Meadows' Test sei am Mittwoch positiv ausgefallen.

Trump hatte im Wahlkampf Corona immer wieder verharmlost

Trump hatte im Wahlkampf entgegen Empfehlungen von Gesundheitsexperten Massenkundgebungen mit Tausenden Anhängern abgehalten. Die meisten Unterstützer folgten dem Beispiel des Präsidenten und trugen keine Masken.

Trump selbst war Anfang Oktober positiv auf das Coronavirus getestet und wegen seiner Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt worden. Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus rief er die Amerikaner dazu auf, "keine Angst" vor dem Virus zu haben. Im Wahlkampf betonte er immer wieder, die USA seien in der Krise fast über den Berg.

Trumps Herausforderer Joe Biden wirft dem Präsidenten Versagen in der Corona-Krise vor. Er beschuldigt ihn, für den Tod Zehntausender Amerikaner verantwortlich zu sein. Der Demokrat Biden liegt den letzten Auszählungsergebnissen zufolge bei der Wahl deutlich vor dem republikanischen Amtsinhaber.

Die Menschen nehmen am Tag nach den US-Wahlen im Stadtteil Manhattan in New York City, New York, USA, am 4. November 2020 an einer "Count Every Vote" -Rallye teil

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