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Coronavirus-Fälle in den USA steigen stark an

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Neuer Rekord - Coronavirus-Fälle in den USA steigen stark an

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In den USA ist das Coronavirus weiter auf dem Vormarsch. Binnen eines Tages wurden mehr als 53.000 Neuinfektionen festgestellt - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Die Corona-Infektionszahlen in den USA steigen immer weiter an. US-Präsident Donald Trump aber spielt die Pandemie herunter - und lobt stattdessen die Arbeitsmarktsituation.

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Das Coronavirus breitet sich weiterhin rasant in den USA aus. Am Donnerstag erreichte die Zahl der verzeichneten Neuinfektionen mit 53.069 Fällen binnen 24 Stunden abermals einen neuen Höchststand, wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mitteilte. Damit wurde ein erst am Vortag erreichter Höchststand von 52.898 Neuinfektionen übertroffen.

Wieder Maskenpflicht in Texas

Besonders viele Fälle gab es in Arizona, Kalifornien, Florida und Texas. In 36 Staaten nahm der prozentuale Anteil positiver Tests zu. Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sah sich angesichts des Infektionsgeschehens zu einer Kehrtwende gezwungen und ordnete eine weitreichende Maskenpflicht an. Abbotts Regierung hatte zuvor noch gesagt, Einzelpersonen könnten nicht zum Tragen einer Maske verpflichtet werden.

Die Rate der Infektionen hatte in den USA in den vergangenen Wochen wieder deutlich zugenommen. Kritiker bezeichneten deswegen die Lockerungen der Corona-Beschränkungen als voreilig.

Zahlen im Bundestaat Idaho verfünffachen sich

"Was wir gesehen haben ist eine sehr beunruhigende Woche", sagte Anthony Fauci, der Top-Virologe der USA, in einem Livestream der American Medical Association, einer Vertretung von Ärztinnen und Ärzten sowie Medizinstudierenden.

Mehr und mehr Corona-Fälle gibt es vor allem im Süden und Westen. In den vergangenen zwei Wochen verdoppelte sich die Zahl der Neuinfektionen in Georgia, Kansas, Montana, Michigan, Missouri, Tennessee, Mississippi, South Carolina und Ohio. In Nevada verdreifachte sie sich, in Idaho verfünffachte sie sich sogar. Nebraska und South Dakota waren die einzige Staaten außerhalb des Nordostens, die einen negativen Trend aufwiesen.

Im Gegensatz zu US-Präsident Trump sei für die Mehrheit der Amerikaner "die Bekämpfung der Pandemie das Wichtigste", so ZDF-Korrespondentin Ines Trams aus Washington.

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Trump will 4. Juli groß feiern

In den USA steht zudem ein wichtiger Feiertag an: Zur Feier der Unabhängigkeit am 4. Juli sind vielerorts Feste geplant. Viele Gemeinden strichen jedoch Feuerwerke, zu denen sich große Menschenmengen angesammelt hätten. Strände in Kalifornien und Florida wurden gesperrt. Neben Florida machten auch Kalifornien, Texas, Arizona und andere Bars, Restaurants, Kinos, Strände und Schwimmbäder wieder dicht.

Dagegen hält Trump an einem großen Feuerwerk am Freitagabend am Mount Rushmore fest, dem gigantischen Monument für frühere US-Präsidenten im Bundesstaat South Dakota. Daran sollen 7.500 Zuschauer teilnehmen. Am Unabhängigkeitstag selbst will Trump in der Hauptstadt Washington an einer großen Zeremonie teilnehmen, zu der ebenfalls ein großes Feuerwerk geplant ist.

Insgesamt ist die Zahl in den USA auf 2,7 Millionen gestiegen, mehr als 128.000 Menschen starben mit dem Virus. Es ist im weltweiten Vergleich die höchste Zahl.

Archiv: Greg Abbott mit Schutzmaske, Gouverneur von Texas

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In den USA steigt die Zahl der Corona-Infektionen von Tag zu Tag. Ob von Demokraten oder Republikanern regiert, das Virus breitet sich in fast allen Staaten weiter aus.

von Alica Jung

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