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Virologe für schnelle "Eingreiftruppe"

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Coronavirus - Virologe für schnelle "Eingreiftruppe"

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Der Bonner Virologe Hendrik Streeck fordert eine Corona-Eingreiftruppe und warnt vor künftigen Pandemien - die viel gefährlicher werden könnten.

Ärzte und Krankenschwestern am 22.04.2020 in einem Krankenhaus in Barcelona
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Quelle: picture alliance / NurPhoto

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck fordert angesichts der Corona-Pandemie schnelle Eingriffsmöglichkeiten bei Infektionskrankheiten auf nationaler und internationaler Ebene. So müsse etwa die Weltgesundheitsorganisation gestärkt werden, sagte Streeck in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Streeck für eine Eingreiftruppe für Infektionskrankheiten

Seiner Meinung nach sollte es "ein Emergency Response Team der WHO" geben. "Eine Einheit, die weltweit Infektionen eindämmen kann." Auch für Deutschland wünscht er sich "eine Eingreiftruppe für Infektionskrankheiten." Diese solle ein Verband sein, der national agiere, "nicht ausschließlich auf der Ebene der Länder". Für sinnvoll hält er, einen solchen Verband "beim Robert-Koch-Institut anzudocken".

Prof. Hendrick Streeck
Der Virologe Prof. Hendrick Streeck
Quelle: ZDF

Dieser solle eigenes Eingreifpersonal haben und auch auf das Technische Hilfswerk zurückgreifen können. Bei der Pandemie-Bekämpfung in Deutschland hatte es immer wieder Diskussionen um ein bundeseinheitliches Vorgehen gegeben. Alleingänge einzelner Länder, etwa bei Lockerungen der Schutzmaßnahmen, waren wiederholt in die Kritik geraten.

Virologe warnt vor noch gefährlicheren Pandemien

Der Virologe warnte zugleich vor weiteren und möglicherweise noch gefährlicheren Pandemien in der Zukunft. "Das kann passieren", sagte Streeck. Auch ein bekanntes Virus könne sich verändern und aggressiv werden, wie die Spanische Grippe vor hundert Jahren.

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