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Entwickler der Corona-App sind zuversichtlich

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Trotz technischer Probleme - Entwickler der Corona-App sind zuversichtlich

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Nach Tests in verschiedenen Alltagsszenarien sind die Entwickler der Corona-Warn-App zuversichtlich. Dennoch beeinträchtigen Probleme mit Bluetooth die Funktion des Programms.

So soll die Corona-Warn-App auf dem Handy aussehen.
Mängel der Corona-App sollen durch den Einsatz im Alltag erkannt und behoben werden.
Quelle: dpa

Die Entwickler der deutschen Corona-Warn-App sind nach ausführlichen Tests zuversichtlich, dass die geplante Entfernungsmessung per Bluetooth-Funk auch im Alltag funktionieren wird. "Inzwischen sind wir überzeugt, dass wir eine gute Lösung haben, mit der man starten kann - auch wenn wir wissen, dass sie nicht perfekt ist", sagte SAP-Manager Jürgen Müller.

Die offizielle deutsche App wurde von SAP und der Deutschen Telekom entwickelt und soll ab kommender Woche erhältlich sein. Sie soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen und erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind. "Das Ziel ist, dass Millionen teilnehmen", sagte Müller.

In Deutschland wird, vor allem von der Deutschen Telekom und SAP, derzeit eine Corona-App für Smartphones entwickelt. Sie soll dabei helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

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Die App durch Einsatz im Alltag verbessern

Das Fraunhofer Institut IIS in Erlangen spielte bei Tests der deutschen App diverse konkrete Szenarien durch: Sitzen in einem Restaurant, Schlangestehen, Aufenthalt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei wurde gemessen, wie präzise die Smartphones die Entfernung erkannten. "Beim realen Einsatz werden wir noch mehr lernen", sagte Müller.

Für die Warnfunktion tauschen die Geräte via Bluetooth zufällig erzeugte Krypto-Schlüssel aus. Diese Schlüssel werden nicht permanent verschickt, sondern in Abständen von zweieinhalb bis fünf Minuten als Salve von 16 Schlüsseln binnen vier Sekunden. Auf Basis der Signalstärke wird dabei die Entfernung geschätzt.

Technische Probleme mit Bluetooth

Ein Problem bei der Bluetooth-Technologie ist, dass die Smartphones nicht erkennen, wenn zwischen zwei Nutzern eine Glasscheibe ist und die Smartphone-Besitzer sich gar nicht gegenseitig anstecken konnten. Genauso gehen Bluetooth-Signale nicht durch Wasser - dadurch können sich zwei Telefone möglicherweise nicht sehen, wenn menschliche Körper dazwischen sind.

Ein zentrales Element der Corona-Warn-App ist das Verfahren, mit dem Infizierte ein positives Testergebnis in der App teilen können, damit Nutzer, die sich angesteckt haben könnten, informiert werden. Die App-Partner hätten ein Formblatt entwickelt, das alle Testlabore in Deutschland nutzen sollen, damit die Ergebnisse standardisiert erfasst werden.

Corona-Testergebnis auf dem Handy erhalten

Beim Test erhält jeder ein Papier mit einem QR-Code. Die Registrierung damit in der App sorgt auch dafür, dass man das Testergebnis auf dem Telefon erhält. Bei positiven Ergebnissen werden Nutzer ausdrücklich gefragt, ob sie das zur Kontakt-Nachverfolgung teilen wollen. Alternativ zu der digitalen Übertragung steht eine Validierung über ein Call Center zur Verfügung.

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