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Corona-Krise - Regierung warnt vor Falschmeldungen

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Kein Reiskorn mehr im Supermarkt, Ausgangssperren vermeintlich vor der Tür. Viele Panikmeldungen machen die Runde. Die Bundesregierung mahnt, keine Falschnachrichten zu verbreiten.

Die Bundesregierung warnt im Zuge der Corona-Krise vor Falschnachrichten und Hamsterkäufen. "Achtung Fake news", twitterte Gesundheitsminister Jens Spahn. Es sei falsch, dass "bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens" angekündigt würden. Spahn bat die Mitbürger mitzuhelfen, dass keine Falschnachrichten weiterverbreitet würden.

Zudem empfahl er allen Reisenden, die in den vergangenen zwei Wochen in Italien, in Österreich oder in der Schweiz waren, zwei Wochen zu Hause zu bleiben - "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht", schrieb der CDU-Minister auf Twitter.

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Klöckner: "Kein Anlass für Hamsterkäufe"

Ernährungsministerin Julia Klöckner erklärte, es gebe "keinen Anlass" für Hamsterkäufe. In Deutschland gebe es aktuell keine Versorgungsengpässe. Die Ministerin rief alle Bürger auf, ihre Vorräte "mit Bedacht, Augenmaß und umsichtig aufzustocken". Dann sei auch genügend für alle da.

Bundeskanzlerin Angela Merkel erneuerte ihren Appell, "wo immer das möglich ist", die sozialen Kontakte einzustellen. Alle seien aufgerufen, nicht notwendigen Veranstaltungen fernzubleiben, bis hinein in das familiäre Umfeld, sagte sie in ihrem Podcast. "Wir helfen damit ganz konkret Menschen und können Solidarität in der Gesellschaft zeigen."

Scholz: "Finanzsektor steht das durch"

Einen Tag nach der Ankündigung eines "unbegrenzten" Schutzschildes für die Wirtschaft hob Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hervor, er sehe die deutsche Banken- und Finanzwirtschaft nicht durch die Coronavirus-Krise gefährdet. "Die Banken sind eindeutig stabiler als vor zehn Jahren", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Insgesamt stünden genügend Instrumente zur Verfügung, um dazu beizutragen, dass der Finanzsektor eine solche Lage durchstehen könne.

Als letztes Bundesland hatte am Samstag auch Mecklenburg-Vorpommern beschlossen, alle Schulen und Kitas ab kommender Woche zu schließen. Familien, die sich nicht so schnell organisieren könnten, dürfen am Montag noch ihre Kinder für einen Übergangstag in die Schule schicken, wo sie betreut würden, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Thüringen verbietet Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern

In den vergangenen Tagen hatten nach und nach alle Bundesländer verfügt, dass ihre Schulen und Kitas kommende Woche schließen, in den meisten Ländern bereits ab Montag. Teilweise soll es in den Einrichtungen eine Notfallbetreuung geben, neben Mecklenburg-Vorpommern etwa in Hessen, Sachsen oder Berlin. Brandenburgs Schulen sollen am Mittwoch schließen, Thüringen und Baden-Württemberg beginnen am Dienstag mit den Maßnahmen.

Thüringen untersagte sämtliche Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern. Auch Veranstaltungen mit weniger als 50 Menschen "sollten nicht mehr stattfinden, wenn sie nicht zwingend notwendig sind - und auch dann nur unter strengen Auflagen", erklärte Gesundheitsministerin Heike Werner.

Die schleswig-holsteinische Landesregierung verfügte, dass unter anderem Bars, Kinos und Museen geschlossen werden müssen.

In Deutschland gibt es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität derzeit mehr als 3.750 Corona-Infektionen. Mindestens acht Menschen starben bislang infolge des Virus.

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