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Konflikte, Klimawandel und Covid-19

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Welthunger-Index 2020 - Konflikte, Klimawandel und Covid-19

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Der Welthunger-Index 2020 zeigt, dass Hunger für Millionen Menschen weltweit Realität ist. Die traurige Wahrheit dabei: Dieser Zustand wird sich so schnell auch nicht ändern.

Laut dem Welthungerindex sind 8,9 Prozent der Weltbevölkerung von chronischem Hunger betroffen. Die Corona-Pandemie verschärft die Situation.

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Hunger - ein Zustand, der für Millionen Menschen weltweit täglich Realität ist. Der Welthunger-Index der Welthungerhilfe soll die Aufmerksamkeit auf die Regionen in der Welt legen, in denen am dringendsten zusätzliche Ressourcen im Kampf gegen den Hunger benötigt werden. Aktuell ist die Welt laut der Organisation "nicht auf Kurs" was das Ziel der internationalen Gemeinschaft "Zero Hunger 2030" angeht.

Es gibt noch zahlreiche Probleme zu lösen, die sich 2020 noch verschärft haben. Bereits vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie waren die Fortschritte bei der Erreichung des UN-Ziels deutlich zu gering. Der Welthunger-Index zeigt, dass basierend auf ihrer jüngsten Entwicklung rund 37 Länder bis 2030 kein niedriges Hungerniveau erreichen werden.

Woche der Welthungerhilfe -
Covid-19 verschärft Hunger in der Welt
 

Am Montag beginnt die Woche der Welthungerhilfe, Bundespräsident und Schirmherr Frank-Walter eröffnet sie mit einer Ansprache. Hunger bedroht Millionen Menschen weltweit.

von Florence-Anne Kälble
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Hunger in einigen Ländern im Vergleich zu 2012 sogar verschärft

Aufgrund von Konflikten, Armut, Ungleichheit, schlechter Gesundheit sowie dem Klimawandel hat sich sogar in einigen Ländern die Hungersituation im Vergleich zu 2012 verschärft. Covid-19, die verheerend Heuschreckenplage sowie eine globale Wirtschaftskrise bedingen in 2020 einen Anstieg der Ernährungsunsicherheit für Millionen von Menschen.

Folgen könnten neben einer Verdoppelung der Zahl der Menschen, die von akuten Ernährungskrisen betroffen sind, auch eine langfristige Zunahme chronischen Hungers und damit verbundener Gesundheitsprobleme sein. Im aktuellen 15. Index sind die Auswirkungen der Pandemie noch nicht erfasst, aber es zeigt sich, dass sich die Situation in vielen Ländern in den kommenden Jahren deutlich verschlechtern könnte.

Prozentualer Anteil der Unterernährten stagniert

Global ist der weltweite Hunger seit 2000 zwar sukzessive zurückgegangen, die Fortschritte sind jedoch zu gering, sodass die Hungersituationen vor Ort kritisch bleiben. Der prozentuale Anteil unterernährter Menschen, also jener, die ihren Kalorienbedarf nicht decken können, stagniert weltweit.

Im Vergleich zum Vorjahr sind jedoch zehn Millionen Unterernährte hinzugekommen und die absolute Zahl ist, durch das stetige Wachsen der Weltbevölkerung, auf derzeit 690 Millionen angestiegen. Weitere 135 Millionen Menschen sind von einer akuten Ernährungskrise betroffen. Gerade Kinder sind sehr anfällig für Unterernährung.

Den diesjährigen Friedensnobelpreis erhält das Welternährungsprogramm (WFP). Die UN-Organisation setzt sich für den Kampf gegen Hunger ein und damit für Frieden in Krisengebieten.

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Auszehrung und Wachstumsverzögerung

Auszehrung und Wachstumsverzögerung sind dabei zwei Indikatoren, die von der Welthungerhilfe genutzt werden, um die Unterernährung zu dokumentieren. Auszehrung stellt dabei einen akuten Beleg für Unterernährung dar, was ein Anzeichen für Unterernährung innerhalb eines kurzen Zeitraums ist. 2019 waren weltweit 144 Millionen Kinder (21,3 Prozent) wachstumsverzögert und 47 Millionen litten unter Auszehrung (6,9 Prozent).

Im Jahr 2018 starben 5,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren (3,9 Prozent). In einkommensstarken Ländern stirbt eins von 199 Kindern vor seinem fünften Geburtstag, in den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt ist es eins von 16. Unterernährung ist die Ursache für 45 Prozent aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren.

Zwischen Pandemie und Bürgerkrieg in Syrien zeigt unsere Reportage, mit welchen Herausforderungen die Menschen in den Flüchtlingslagern umgehen müssen.

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Kinder in Hungersituationen besonders gefährdet

Fehlernährte Kinder gelten in Krisen, wie der aktuellen Pandemie, als besonders gefährdet. Sowohl in Afrika südlich der Sahara als auch in Südasien ist die Hungersituation ernst, was zum Teil auf den hohen Anteil unterernährter Menschen und beträchtliche Wachstumsverzögerungsraten bei Kindern zurückzuführen ist. Zudem hat Afrika südlich der Sahara mit 7,8 Prozent die weltweit höchste Kindersterblichkeitsrate, während Südasien mit 14,8 Prozent die höchste Auszehrungsrate aufweist.

Aufgrund von chronischer Unterernährung war sowohl in Afrika südlich der Sahara als auch in Südasien 2019 eins von drei Kindern wachstumsverzögert: 32,7 Prozent der Kinder in Afrika südlich der Sahara und 33,2 Prozent der Kinder in Südasien waren zu klein für ihr Alter.

Insgesamt zeigt der Welthunger-Index 2020, dass das weltweite Hungerniveau "mäßig" ist. Die Organisation macht jedoch deutlich, dass sich hinter diesem Durchschnittswert große Herausforderungen für bestimmte Regionen, Länder und Bevölkerungsgruppen verbergen.

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