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Covid-19 verschärft Hunger in der Welt

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Woche der Welthungerhilfe - Covid-19 verschärft Hunger in der Welt

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Anlässlich der Woche der Welthungerhilfe hat Bundespräsident und Schirmherr Steinmeier zu Spenden aufgerufen. Corona verschärfe die Lage der Ärmsten in der Welt.

Die Corona-Pandemie hält uns weiter in Atem. Doch viel schlimmer noch trifft das Virus die Menschen in ärmeren Ländern, beispielsweise in Afrika.

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu mehr Unterstützung der ärmeren Länder in der Corona-Pandemie aufgerufen. "Das Virus kann alle treffen, trifft aber nicht alle gleich", sagte Steinmeier anlässlich der Woche der Welthungerhilfe, die an diesem Montag beginnt.

"Die Menschen in vielen Ländern des globalen Südens sind doppelt verwundbar." Ohne fließend Wasser, Seife und Desinfektionsmittel steige das Infektionsrisiko. Covid-19 verschärfe auch den Hunger in der Welt, so Steinmeier. "Felder werden nicht bestellt, die Ernte nicht eingefahren. Millionen verlieren ihre Arbeit und können ihre Familien nicht mehr ernähren. Ausdrücklich rief Steinmeier zur Unterstützung der Welthungerhilfe auf. Fragen und Antworten zur Arbeit der Hilfsorganisation und dem Welthunger-Index:

Was ist die Welthungerhilfe?

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten, gemeinnützigen Hilfsorganisationen in Deutschland, überparteilich und überkonfessionell. Gemeinsam mit einheimischen und internationalen Partnerorganisationen kämpft sie in 36 Ländern gegen Hunger und Armut. Sie leistet Hilfe nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe": von der schnellen Katastrophenhilfe bis zur langfristigen Entwicklungszusammenarbeit.

Warum gibt es die Welthungerhilfe?

Die Organisation wurde 1962 unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten und im Nachgang eines Aufrufs der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zur Unterstützung von hungernden Menschen gegründet. Das Hilfswerk will einen nachhaltigen Beitrag zur Beseitigung von Hunger und Armut leisten.

Wie viele Menschen hungern weltweit?

  • Aktuell leiden weltweit rund 690 Millionen Menschen an chronischer Unterernährung.
  • 47 Millionen Kinder leiden an Auszehrung
  • 144 Millionen Kinder sind infolge chronischer Unterernährung zu klein für ihr Alter
  • 2018 starben 5,3 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag - häufig an den Folgen von Unterernährung.

Wie wird der Welthunger-Index berechnet?

Nach dem Welthunger-Index sind vier Faktoren zur Berechnung von Hunger zu berücksichtigen. Zusammengenommen ergeben sie ein umfassendes Bild der globalen Hungersituation.

  1. Anteil der Unterernährten an der Bevölkerung
  2. Anteil von Kindern unter fünf Jahren, die an Auszehrung leiden (zu niedriges Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße)
  3. Anteil von Kindern unter fünf Jahren, die wachstumsverzögert sind (zu geringe Körpergröße im Verhältnis zum Alter)
  4. Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren

Warum ist der Index so wichtig?

Mit dem Welthunger-Index kann Hunger auf globaler, regionaler und nationaler Ebene umfassend gemessen und Entwicklungen über die letzten Jahrzehnte verfolgt werden. So wird deutlich, welche Weltregionen am anfälligsten sind für Krisen. Der Bericht gibt damit Impulse für politisches Handeln in den jeweiligen Ländern, aber auch auf globaler Ebene.

Was sind Ergebnisse des Welthunger-Index?

Wenngleich der weltweite Hunger sukzessive abgenommen hat, sind die Fortschritte vielerorts nur gering. Die Hungersituation bleibt oft kritisch. Zusätzlich zum bestehenden Hunger aufgrund von Kriegen, Klimawandel und Ungleichheiten verschärfen die Covid-19-Pandemie und aktuelle Krisen wie Überschwemmungen die Ernährungsunsicherheit von Millionen Menschen. Die Ernährungssysteme müssen gerechter, nachhaltiger und widerstandsfähiger und die sozialen Sicherungssysteme ausgeweitet werden.

Wegen der Corona-Krise werde sich die Lage der Ärmsten deutlich verschlechtern, warnt die Welthungerhilfe. Die Zahl der Hungernden könnte auf eine Milliarde weltweit ansteigen.

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Welche Auswirkungen hat Hunger auf die Zukunft eines Landes?

Hunger schwächt und lähmt die Wirtschaftskraft in einem Land. Sind Menschen zunehmend geschwächt, sinkt die Produktivität. Hunger kann zu politischer Instabilität und gewalttätigen Konflikten führen, wenn Teile der Bevölkerung ihr Recht auf Nahrung nicht wahrnehmen können, andere aber schon. Hunger hemmt die Entwicklung eines Landes und nimmt Menschen ihre Existenz und Würde.

Hunderttausende Menschen sind im Sudan und Südsudan von Rekord-Überschwemmungen betroffen. Hilfsorganisationen helfen mit dem Nötigsten.

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