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Mit Mütze und Schal im Klassenzimmer

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Lüften im Corona-Winter - Mit Mütze und Schal im Klassenzimmer

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Im Winter wird wegen Corona ein kalter Wind durch viele Schulen wehen. Für den Infektionsschutz soll oft gelüftet werden. Mützen und Handschuhe werden damit zur Grundausstattung.

Offene Fenster einer Grundschule in Stuttgart.
Alle 20 Minuten soll in Klassenzimmern stoßgelüftet werden - auch im Winter.
Quelle: dpa

Schüler und Lehrer müssen sich nach den Herbstferien warm anziehen. Um Ansteckungen mit Corona in der Schule zu vermeiden, soll regelmäßig in relativ kurzen Abständen gelüftet werden. Im Sommer war das kein Problem. Aber bei sinkenden Temperaturen wird das zunehmend unangenehm.

Mehrere Schichten übereinander: Das Zwiebelprinzip soll helfen

Lehrervertreter und Bildungspolitiker rufen deshalb zum Anziehen nach dem "Zwiebelprinzip" auf. Auch die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Susanne Lin-Klitzing, ruft wärmende Kleidung und Decken zum nötigen Standard in Klassenzimmern aus.

Für die kalten Monate werden jetzt Pullover, Schals und Decken zur Grundausstattung der Schülerinnen und Schüler gehören.
Susanne Lin-Klitzing

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, begrüßte eine temperaturgerechte Ausstattung in Klassenräumen unter den gegebenen Umständen. Begeistert sei davon zwar niemand, aber es werde wohl kein Weg daran vorbeiführen, wenn man alle 20 Minuten bei Minusgraden lüften müsse, so Meidinger.

Nach Wiedereinführung des Präsenzunterrichts in den Schulen, stellen sich im Schulalltag trotz umfangreicher Corona-Verordnungen noch viele Fragen. Mit Blick auf das Pandemiegeschehen, schaut man auch mit Sorge auf die Zeit nach den Herbstferien.

Beitragslänge:
2 min
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Schüler müssen sich auf Kälte in Klassenzimmern einstellen

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte sich vor ein paar Tagen in einem Brief an die Schüler seines Bundeslandes gewandt. Er bedankte sich für die Einhaltung der Corona-Regeln.

Weiter bat er die Schüler, sich auf häufiges Lüften in der Schule einzustellen und passende Kleidung dabeizuhaben.

Seid also bitte darauf vorbereitet, dass es zwischendurch etwas kühler wird und zieht euch warm genug an.
Grant Hendrik Tonne

Fenster auf im 20-Minuten-Takt

Räume regelmäßig zu lüften, ist eine empfohlene Maßnahme im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Das Virus wird über sogenannte Aerosole übertragen. Sie verteilen sich über die Atemluft im Raum.

Offenes Fenster in einem Klassenzimmer

Corona-Herbst in Schulen -
Experten empfehlen Stoßlüften alle 20 Minuten
 

In vielen Schulen wird wohl bald ein kalter Wind wehen. Mit Blick auf die Corona-Pandemie und die kommenden Monate empfehlen Experten: Alle 20 Minuten die Fenster weit auf.

Wissenschaftler aus Virologie, Hygiene und Strömungsmechanik empfehlen, Klassenzimmer im 20-Minuten-Takt für 3 bis 5 Minuten stoßzulüften und während der Pausen zusätzlich die Türen für Durchzug zu öffnen. Der Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte in Schulräumen wurde grundsätzlich nicht für nötig befunden, sofern sich in den Räumen die Fenster richtig öffnen lassen.

Im Umweltbundesamt wird eine Handreichung zum Lüften für alle Schulen im Bundesgebiet erarbeitet. Diese soll am Donnerstag pünktlich zur nächsten Konferenz der Kultusminister vorgelegt werden.

Viele Fenster lassen sich nicht richtig öffnen

Lehrervertreter hatten in der Vergangenheit immer wieder bemängelt, dass sich viele Fenster in den Schulen gar nicht öffnen oder höchstens ankippen ließen. Manche Fenster seien aus Sicherheitsgründen zugenagelt oder zugeschraubt. Eine Abfrage des Schulministeriums im Bundesland Nordrhein-Westfalen hatte ergeben, dass jede zehnte Schule wegen "baulicher Mängel" Probleme bei der notwendigen Belüftung von Unterrichtsräumen hat. 

Grafik Aerosolverbreitung in Klassenzimmer

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von Tai Becker
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