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Ein Schritt zurück zur Normalität

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Wuhan: Ende des Ausreiseverbots - Ein Schritt zurück zur Normalität

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Sie galt als Epizetrum des Coronavirus - die Millionen-Metropole Wuhan. Nun wurde die Stadt wieder geöffnet und zehntausende Menschen strömten zum Bahnhof und zum Flughafen.

In der chinesischen Stadt Wuhan gab es mehr als 50.000 Infizierte und über 2.500 Tote. Seit dem 23. Januar 2020 war die Stadt abgeriegelt. Nun ist Wuhan "wiedereröffnet".

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Nach mehr als zweieinhalb Monaten dürfen die Einwohner von Wuhan die zentralchinesische Millionenstadt wieder verlassen. Nach Schätzungen der Regierung wollten im Laufe des Tages 55.000 Menschen allein mit dem Zug aus der Stadt abreisen.

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Schon in den frühen Morgenstunden machten sich die Menschen auf den Weg. Alle trugen Gesichtsmasken und einige sogar Schutzanzüge.

Wuhan - Epizentrum der Corona-Krise in China

In Wuhan waren Ende Dezember die ersten Fälle der Lungenkrankheit aufgetreten, die inzwischen als Covid-19 bekannt ist. In China starben seither mehr als 3.300 Menschen an dem neuartigen Coronavirus, weltweit gibt es bereits mehr als 80.000 Todesopfer.

Wuhan, die Hauptstadt der Provinz Hubei, wurde am 23. Januar als erste chinesische Stadt komplett abgeriegelt, später folgte fast die gesamte Provinz. Millionen Menschen waren wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten.

Inzwischen hat sich die Lage in China entspannt. Dort ist die Zahl der Infektions- und Todesfälle stark zurückgegangen. Seit Ende März wurde die Abschottung daher schrittweise aufgehoben. Für Wuhan galt allerdings zunächst weiter ein Ausreiseverbot.

"Wuhan hat bei dieser Epidemie viel verloren, und die Menschen haben einen hohen Preis bezahlt", sagte ein 21-jähriger Mann am Bahnhof Wuchang, der auf dem Weg zurück zu seinem Restaurantjob in Shanghai war.

Jetzt, wo die Sperre aufgehoben ist, sind wir alle ziemlich glücklich.

Hao Mei, eine alleinerziehende Mutter aus der nahegelegenen Stadt Enshi, kann nun endlich ihre beiden Kinder wiedersehen. Die 39-Jährige, die in Wuhan in einer Schulküche arbeitet, saß wegen des Ausreiseverbots in der Stadt fest.

Anfangs habe sie jeden Tag geweint, berichtete Hao. "Es ging mir richtig schlecht, weil meine Tochter noch so klein ist. Sie ist erst zehn." Am Mittwoch konnte die überglückliche Mutter nun endlich die Heimreise antreten:

Es geht mir so gut. Meine Kinder sind ganz aufgeregt - Mama kommt endlich wieder nach Hause.

Wieder Bewegung auf den Straßen

Auf den Straßen stadtauswärts, die während des Ausreiseverbots abgeriegelt waren, fuhren wieder viele Autos. Auch Fähren, Straßenbahnen und Taxis nahmen den Betrieb wieder auf. Der Flughafen öffnete ebenfalls wieder - zumindest für Inlandsflüge. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua sollten am Mittwoch wieder 200 Flugzeuge starten und landen.

In China steckten sich nach offiziellen Angaben mehr als 81.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an. Die meisten Fälle wurden in Hubei registriert. Zuletzt verschärften die chinesischen Behörden vor allem die Maßnahmen gegen aus dem Ausland einreisende Menschen - aus Furcht vor einer zweiten Infektionswelle.

Gehen darf nur, wer nachweislich gesund ist

Auch Reisende aus Wuhan müssen in vielen chinesischen Provinzen vorerst noch für zwei Wochen in Quarantäne. Sie dürfen die Stadt zudem nur verlassen, wenn sie nachweislich gesund sind - dazu müssen sie einen Code auf ihrem Handy vorzeigen und ihre Körpertemperatur messen lassen.

Am Bahnhof Hankou flitzte ein Roboter zwischen den wartenden Menschen umher, der Desinfektionsmittel versprühte und mit einer Durchsage daran erinnerte, Schutzmasken zu tragen. Aus Bahnhofslautsprechern schallte es:

Wuhan verdient es, die Stadt der Helden genannt zu werden.

Von der Normalität weit entfernt

Von einer vollständigen Rückkehr zur Normalität ist Wuhan aber immer noch weit entfernt: Die Schulen sind weiterhin geschlossen und es gibt noch Ausgangsbeschränkungen. Die Behörden raten den Einwohnern auch jetzt noch dazu, die Stadt und ihre Wohnviertel wenn möglich nicht zu verlassen.

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