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Ärzteverband: Zweite Corona-Welle ist da

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Krankenhäuser gut gerüstet - Ärzteverband: Zweite Corona-Welle ist da

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Der Marburger Bund warnt, Deutschland erlebe bereits eine zweite Corona-Infektionswelle. Krankenhäuser seien zwar gerüstet, doch müsse jetzt besonders auf Hygiene geachtet werden.

Ein Sanitäter bringt einen Patienten in einem Krankenhausbett in die Notaufnahme (Symbolbild).
Das aktuelle Zahlen seien nicht so dramatisch wie im Frühjahr, sagt der Marburger Bund (Symbolbild).
Quelle: dpa

Die von vielen befürchtete zweite Corona-Welle hat Deutschland nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund bereits erfasst. Die Verbandsvorsitzende Susanne Johna sagte zur "Augsburger Allgemeinen"

Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle.
Susanne Johna

Sie sei aber nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April. Dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen. "Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen", warnte Johna.

Krankenhäuser sind auf zweite Welle vorbereitet

Die Krankenhäuser seien auf eine zweite Welle vorbereitet, erläuterte die Verbandschefin. Anders als bei der ersten Welle sollen Krankenhausbetten diesmal nicht pauschal, sondern am Bedarf orientiert freigehalten werden.

"Weil sich das Pandemiegeschehen langsam aufbaut, müssen wir für Covid-19-Patienten gestuft Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, also eine zeitliche Staffelung der Vorhaltung einführen", sagte Johna.

Die Zahl der Corona-Fälle steigt wieder an. Das RKI zeigt sich alarmiert. Amtsärzte äußern ihre Bedenken, da die Gesundheitsämter nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet seien.

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Intensivstationen passen sich der Lage an

In der Praxis wird nach Angaben des Marburger Bundes in Stufe eins eine geringere Anzahl an Intensivbetten freigehalten. Sind diese belegt, tritt 24 Stunden später Stufe zwei in Kraft und die Kapazitäten in den Intensivstationen werden erweitert.

"So geht das Schritt für Schritt weiter, bis man dann in der höchsten Alarm- und Ausbaustufe alle für Covid-19-Patienten verfügbaren Intensivkapazitäten ausschöpft", sagte die Verbandschefin.

Masken vergleichbar mit Sicherheitsgurten

Johna mahnte eindringlich, die Hygieneregeln einzuhalten und Masken zu tragen. Sie verglich die Maske mit der Einführung des Sicherheitsgurtes im Auto, wogegen es damals auch heftigen Widerstand gegeben habe.

Solange es keine Arzneimittel zur Behandlung von Covid-19 gebe, müsse die Verbreitung des Virus eingedämmt werden. "Das geht nur über die AHA-Formel - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske - und lokale Quarantäne."

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