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Nationale Cybersicherheit : So hat sich die Bedrohung im Netz verschärft

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Hackerangriffe, Datenklau und Lösegeldforderungen - wie ist die aktuelle Bedrohungslage in Cyberraum? Auf der Konferenz für Nationale Cybersicherheit geben Experten Antworten.

Russland nutzt auch Hackerangriffe gegen die Ukraine und seine westlichen Verbündeten. Wie mit dieser Bedrohung umgegangen werden kann, ist Thema bei der Cybersicherheitskonferenz.

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Zwei Tage kommen sie in Potsdam zur Konferenz für Nationale Cybersicherheit zusammen: Experten aus ganz Deutschland und zwar aus allen Ressorts. Ihr gemeinsames Fazit: Sie sei besorgniserregend, die Lage im Cyberraum und sie hat sich seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine verschärft.

Auch wenn eine zentral gesteuerte Kampagne bislang nicht zu erkennen sei, erläuterte der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit, Arne Schönbohm. Eine Attacke auf die Tochtergesellschaft des russischen Ölkonzerns Rosneft habe gerade noch abgewehrt werden können. Sonst wäre es zu einer massiven Störung bei der Verteilung von Mineralöl in Berlin und Brandenburg gekommen.

Robert Habeck und Annalena Baerbock

Cyberangriffe auf Grüne - Mail-Konten von Baerbock und Habeck gehackt 

Die Grünen sind seit Wochen Ziel von Cyberattacken. Jetzt wurde bekannt, dass auch Mail-Konten von Außenministerin Baerbock und Wirtschaftsminister Habeck angegriffen wurden.

Immer mehr Datenklau und Lösegelderpressungen

Die Hacker sitzen überall auf der Welt und greifen Computersysteme an, zielen auf kritische Infrastruktur, politisch motiviert oder aber schlicht kriminell. Die Täter kapern dabei sensible Daten und erpressen Lösegeld - ein sogenannter Ransomangriff.

Diese Art von Angriffen haben zugenommen. Insgesamt 150.000 Cyberstraftaten registriert das Bundeskriminalamt für das Jahr 2021. Der Schaden beläuft sich laut Wirtschaftsschutzbericht auf 223,5 Milliarden Euro. Die Dunkelziffer ist hoch, die Tendenz steigend, erläutert BKA-Chef Holger Münch:

Im letzten Jahr hatten wir einen Anstieg von 12 Prozent bei den Cybercrimedelikten, eine Verdopplung seit 2015. Die Täter arbeiten digital vernetzt, hochprofessionell, sehr anpassungsfähig. Man tauscht sich ohne sich zu kennen im Netz aus und verabredet Straftaten.
Holger Münch, Präsident Bundeskriminalamt

Folgen von Hackerangriffen für viele Bürger zu spüren

Es sind Fälle wie in der vergangenen Woche in Darmstadt. Dort griffen Hacker einen IT-Dienstleister an. Auch sie stehlen sensible Daten, legen das Computer-System lahm und verlangen Lösegeld. Davon betroffen sind dann auch die Kunden des Dienstleisters: Ein Energieunternehmen, ein Verkehrsunternehmen. Die Folgen für viele Bürger spürbar, denn die Fahrkartenautomaten fielen aus, S-Bahnen verspäteten sich und digitale Kundencenter brachen zusammen.

Weltweit richten Cyber-Attacken auf Behörden, Organisationen und Unternehmen immense Schäden an. Durch den Ukraine-Krieg, die Digitalisierung und das vermehrte Arbeiten im Home Office entstehen neue Cyber-Bedrohungen.

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Dies sei ein typischer Fall, erklärt Sinan Selen, der Vizepräsident des Bundesverfassungsschutzes. Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen hätten es zum Teil versäumt in die Cybersicherheit zu investieren, doch das sei dringend notwendig. Cybersicherheit sei elementar für die digitale Transformation und in ihrer Komplexität eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Thema Cybersicherheit müsse sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft und Gesellschaft als Priorität erachtet und behandelt werden, fordern die Konferenzteilnehmer.

Der Ukraine-Krieg werde auch im Internet geführt, sagt der Bundesminister für Digitales, Wissing. Beim G7-Treffen sei intensivere Zusammenarbeit bei der Cybersicherheit vereinbart worden, auch mit der Ukraine, von deren Erfahrungen man nun profitiere.

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Cybersicherheit: Bundesregierung will investieren

Immerhin Bundesinnenministerin Nancy Faser hat vor wenigen Tagen öffentlich versichert, dass Investitionen in die Cybersicherheit weiter kräftig steigen sollen, Finanzminister Lindner sprach davon, zehn Milliarden für die Cybersicherheit und -abwehr aus dem Bundeshaushalt bereitzustellen.

Dabei geht es um möglich Angriffe auf die kritische Infrastruktur, um Industriespionage um Cyberkrieg. Auch die Bundeswehr ist mit einer eigenen Cybereinheit in die Aufgaben eingebunden. Doch Sicherheit im Netz sei auch eine Aufgabe für jeden einzelnen, betont Arne Schönbohm, der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, vor allem wenn die Digitalisierung weiter Fortschritte macht.

Homeoffice und das Integrieren von privaten Endgeräten in Firmensysteme ist offenbar ein weiteres Problem, da viele Privatleute keine ausreichenden Schutzmaßnahmen ergreifen. Jeder brauche sie, ob Staat, Unternehmen oder Bürger, Schutzschilde im digitalen Raum, der keine Grenzen kennt, so die Botschaft heute.

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