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Angst vor Demenz ist größer als vor Krieg

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Studie zu Sorgen der Deutschen - Angst vor Demenz ist größer als vor Krieg

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Die Angst vor Kriegen wächst in Deutschland laut "Sicherheitsreport 2020". Doch noch schwerer wiegt bei vielen die Sorge ums persönliche Wohlergehen.

Archiv: Eine alte Frau hält sich die Hände vor das Gesicht, aufgenommen am 04.08.2014
Quelle: imago

Jeder Vierte hierzulande macht sich große Sorgen, Deutschland könne in eine militärische Auseinandersetzung verwickelt werden. Wie aus dem "Sicherheitsreport 2020" hervorgeht, war die Kriegsangst seit Beginn der Befragung für den jährlich erscheinenden Bericht im Jahr 2011 nie höher.

Angst vor Demenz und Altersarmut

Noch schwerer wiegen für die meisten Menschen allerdings Sorgen um das persönliche Wohlergehen. Vor allem die Frage, ob man im Alter ohne Pflege auskommen kann und finanziell abgesichert ist, treibt die Bevölkerung um.

Laut einer neuen repräsentativen Studie, die das Allensbach-Institut im Auftrag des Centrums für Strategie und Höhere Führung (glh) im Januar erstellt hat, treibt nichts die Menschen so sehr um wie die Sorge, im Alter dement zu werden und auf Pflege angewiesen zu sein. Fast genauso groß ist die Angst vor den Auswirkungen des Klimawandels. Auch Altersarmut und Terroranschläge werden als Risiken stark wahrgenommen.

Iran vor USA und Nordkorea

Doch die Angst vor Kriegen, die Deutschland betreffen könnten, nimmt zu: 66 Prozent der Befragten äußerten die Ansicht, die größte Bedrohung für den Frieden in der Welt werde in den kommenden Jahren vom Iran ausgehen. Auf Platz zwei der Liste der Länder, die eine solche Bedrohung darstellen, finden sich die USA (61 Prozent), gefolgt von Nordkorea, der Türkei und - auf Platz fünf - Russland. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.

Gleichzeitig nennen immerhin noch 39 Prozent der Deutschen die USA als wichtigsten militärischen Bündnispartner. Allerdings sind bei dieser Frage deutliche Unterschiede zwischen Ost und West erkennbar. Während 41 Prozent der Westdeutschen die USA für den wichtigsten Bündnispartner halten, sind es im Osten lediglich 30 Prozent. Den Angaben zufolge halten 34 Prozent der West- und 37 Prozent der Ostdeutschen Frankreich für den militärischen Bündnispartner Nummer eins.

Mehrheit für mehr Videoüberwachung

Ein weiteres wichtiges Thema ist das der inneren Sicherheit: Der Aussage, in Deutschland gebe es "rechtsfreie Räume, in denen der Staat Recht und Ordnung nicht mehr durchsetzt", stimmten 70 Prozent der Befragten zu. Zwölf Prozent der Teilnehmer der Studie sehen das nicht so. 18 Prozent der Befragten waren in diesem Punkt nicht entschieden.

Auch nach einem unter Innenpolitikern aktuell kontrovers diskutierten Thema - der automatischen Gesichtserkennung - hatten die Meinungsforscher gefragt. Laut Allensbach sind 78 Prozent der Bevölkerung der Auffassung, zur Verbrechensbekämpfung sollten öffentliche Orte wie Bahnhöfe und Flughäfen mit Videokameras, die Gesichter automatisch erkennen können, überwacht werden. Lediglich zwölf Prozent sprachen sich klar dagegen aus.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte einen Passus, der den Einsatz solcher Systeme erlaubt hätte, aus einem internen Entwurf für das neue Bundespolizeigesetz gestrichen. Der ursprüngliche Vorschlag sah einen automatischen Abgleich der Videoaufnahmen mit Bild-Datenbanken der Polizei vor.

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28 min
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