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Tarifkonflikt - GDL rechnet mit Bahn-Streiks

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Nach gescheiterten Gesprächen rechnet die GDL mit Streiks, die zum Ferien-Ende stattfinden könnten. Laut Bahn-Personalvorstand Seiler wäre das eine "Attacke auf das ganze Land".

Bei der Deutschen Bahn drohen Warnstreiks. Symbolbild
Bei der Deutschen Bahn drohen Warnstreiks. Symbolbild
Quelle: Bernd Thissen/dpa

Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL bleiben die Fronten verhärtet. Nach gescheiterten Tarifgesprächen hat die Gewerkschaft eine Urabstimmung über einen Streik eingeleitet und will das Ergebnis am Dienstag bekanntgeben.

Dann könnte auch bereits ein Zeitpunkt für den Streikbeginn erklärt werden, der mit dem Rückreise-Verkehr nach Ferien-Ende in einigen Bundesländern zusammenfallen könnte.

Weselsky: "Schlechte" Stimmung unter Bahn-Beschäftigten

"Wir spüren: Die Beteiligung an der Urabstimmung ist groß. Wir rechnen damit, dass die Belegschaft 'ja' zum Arbeitskampf sagt", sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei "schlecht".

Von Anfang an war klar: Es geht uns nicht nur um Nadelstiche
Claus Weselsky, Gewerkschaftschef GDL

Bahn-Personalvorstand Martin Seiler forderte indes die GDL erneut zu Gesprächen auf. "Kommen Sie an den Verhandlungstisch und führen Sie mit uns ernsthafte Verhandlungen", sagte er der "SZ". "Dann finden wir zu Lösungen." Die Deutsche Bahn sei zu Zugeständnissen bereit.

Seiler: "Eine Attacke auf das ganze Land"

Die Deutsche Bahn hat die  GDL vor der Ausrufung von Streiks in der nächsten Woche gewarnt. "Sollte es danach tatsächlich zu Streiks kommen, trifft das massiv unsere Kunden und unsere Mitarbeiter", sagte Seiler am Freitag. "Letztlich ist das eine Attacke auf das ganze Land."

Die Bahn habe zwei Tarifangebote vorgelegt, sagte Seiler weiter. Beide seien ohne Verhandlungen abgelehnt worden. Nach Worten von Seiler hat die GDL bis jetzt keinen ernsthaften Lösungswillen gezeigt, es habe keine seriösen Verhandlungen gegeben.

Zerstörte Gleise, Brücken, Bahnhöfe – die Bahn zieht eine erste Zwischenbilanz zu den Hochwasserschäden. An manchen Stellen könnte der Wiederaufbau sogar Jahre dauern.

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Bahn würde sich gerade erst von Corona erholen

Er verwies darauf, dass die Bahn wegen der Corona-Krise und der Flut-Katastrophe gewaltige Schäden gehabt habe, nun aber eine wirtschaftliche Erholung einsetze. "Jetzt gerade, wo die Kunden zurückkommen, soll es Streiks geben", kritisierte Seiler. "Diesen Streik braucht jetzt niemand."

Die GDL hielt dagegen: "Die Angebote der Bahn waren nicht verhandelbar", sagte Weselsky. "Sie blieben weit hinter dem für den öffentlichen Dienst zurück."

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