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Zahlen rund um unseren Abfall

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Müll in Deutschland - Zahlen rund um unseren Abfall

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Seit 30 Jahren gibt es den Grünen Punkt. Wieviel Müll produzieren wir eigentlich und was passiert damit? Zahlen rund um unseren Abfall.

Ein Schaufelbagger auf einem Müllberg
Tonnen von Müll auf einer Deponie in Deutschland
Quelle: Imago

417,2 Millionen Tonnen Abfall wurde 2018 in Deutschland produziert. Das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent. Die größte Zunahme gab es bei den Bau- und Abbruchabfällen mit einem Zuwachs von 7,9 Millionen Tonnen.

Die Abfallmenge wächst

Circa 50,3 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle - das sind alle Abfälle privater und gewerblicher Art, die in einer Siedlung aufkommen - entstanden 2018. Davon waren 44.428.000 Tonnen Haushaltsabfälle; das macht pro Kopf 535 Kilogramm.

Hausmüll macht dabei mit 13.526.000 Tonnen 30,4 Prozent der gesamten Haushaltsabfälle (Hausmüll, Sperrmüll, Verpackungen, Garten- und Parkabfälle, etc.) aus, gefolgt von Papier, Pappe, Kartonagen mit 7.563.000 Tonnen (17,0 Prozent).

Insgesamt 1.050 Deponien existierten in Deutschland 2018. Für Siedlungsabfälle wurden 144 Deponien gezählt. Die Anzahl der Deponien nimmt hierzulande jährlich ab, 2014 waren es noch 1.131 Deponien, 156 für Siedlungsabfälle.

Verpackungsabfälle nehmen zu

Öffentlicher Mülleimer quillt über
Überfüllte Mülleimer in einer Innenstadt
Quelle: Imago

Im Jahr 2017 stieg die Verpackungsabfallmenge auf 18,7 Millionen Tonnen. 47,2 Prozent aller Verpackungsabfälle fiel im privaten Endverbrauch an:

  • 93.000 Tonnen waren 2017 Verpackungsmüll für frisches Obst und Gemüse, denn 63 Prozent waren bereits vorverpackt.
  • Nahrungsmittel, Getränke und Heimtierfutter führten im Jahr 2017 zusammen zu etwa 62,3 Prozent des Verpackungsverbrauchs privater Endverbraucher.
  • Der Verbrauch von Papierverpackungen im Versandhandel nahm von 1996 bis 2017 um 708 Prozent zu, da zusätzlich zur Primärverpackung weitere Versandverpackungen entstanden.
  • Der Verbrauch von Serviceverpackungen (Außer-Haus-Verbrauch) in der Gastronomie legte von 2000 bis 2017 um 275 Prozent zu.

Übrigens: Packungsgrößen haben Einfluss auf das Müllaufkommen. Ersetzt man zum Beispiel einen 500-Milliliter Seifenspender durch einen 400 Milliliter Nachfüllbeutel Flüssigseife, verändert sich der Packmittelverbrauch um minus 63 Prozent.

Biomüllmenge steigt

Kompostwerk auf der Mülldeponie
Transport zur Feinaufbereitung im Kompostwerk
Quelle: Imago

2017 wurden rund 14,2 Millionen Tonnen biologisch abbaubare Abfälle in Kompostierungs- und Vergärungs- oder Biogasanlagen behandelt. 1990 lag die Zahl bei weniger als 1 Millionen Tonnen.

Von dieser gesamten Bioabfallmenge wurden 7,6 Millionen Tonnen in 844 Kompostierungsanlagen und 6,6 Millionen Tonnen in 297 Vergärungsanlagen behandelt.

Immerhin wurden aus den Bioabfällen rund 3,9 Millionen Tonnen Komposte und rund 3,4 Millionen Tonnen Gärsubstanzen hergestellt, die als Düngemittel oder Bodenhilfsstoffe verwendet wurden.

Die deutschen Müllexporte

Kunststoffmüll auf einer Deponie
Kunststoffmüll auf einer Deponie
Quelle: Imago

Im Jahr 2018 exportierte Deutschland rund vier Millionen Tonnen zustimmungspflichtige Abfälle in verschiedene Regionen weltweit.

Im Jahr 2018 exportierte Deutschland rund 588.000 Tonnen an Kunststoffmüll in Nicht-EU Staaten.

Die gesamte Exportmenge von Plastikmüll 2019 beträgt 1,05 Millionen Tonnen. Der größte Teil mit 17 Prozent ging nach Malaysia, danach in die Niederlande mit 13 Prozent gefolgt von Hongkong, Polen, Tschechien, Türkei und Indien.

Recycling insgesamt nimmt zu

Ein Gebäudereiniger tauscht Abfallbehälter am Bahnhof aus
Verschiedene Abfallbehälter im öffentlichen Raum
Quelle: Imago

So wurden im Jahr 2018 in Deutschland 853.000 Tonnen Elektroaltgeräte gesammelt, was einer Quote von 43,1 Prozent entspricht und womit Deutschland das Ziel von 45 Prozent knapp verpasst. Seit 2019 gilt das EU-Sammelziel von 65 Prozent.

Im Jahr 2018 konnten in Deutschland 100 Prozent dieser gesammelten Elektroaltgeräte sowie des angefallenen Glasabfalls recycelt werden.

Insgesamt konnten im selben Jahr 70 Prozent der aufgekommenen Abfälle recycelt werden.

Der recyclebare Anteil des Hausmülls betrug 16 Prozent, Verpackungsmüll 90 Prozent.

Die Masse der 2019 zurückgenommenen Geräte-Altbatterien betrug 17.686 Gewichtstonnen. Das entspricht einer Sammelquote von 76,1 Prozent.

Durch die Einführung der unterschiedlichen Sammelsysteme ging die Restmüllmenge aus privaten Haushalten von 1985 von 239 Kilogramm pro Einwohner im Jahr bis 2018 auf 128 Kilogramm pro Einwohner im Jahr herunter.

Gelbe Säcke und gelbe Tonnen enthalten bis zu 40 Prozent Abfälle, die nicht dort hineingehören.

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