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Rentenatlas 2020 - Wie sich die Rente in Deutschland verändert

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Trendwende bei der deutschen Rente: Die Deutschen arbeiten immer länger, nehmen aber auch länger ihre Rentenbezüge in Anspruch. Wie entwickelt sich die Rente in Deutschland?

Rentner trainiert in einem Fitnessstudio
In Deutschland gibt es eine Trendwende im Bezug auf die Rente. (Archivbild)
Quelle: dpa

Die Menschen in Deutschland beziehen immer länger Rente. An diesem deutlichen Trend, der die Rentenkasse belastet, hat in den vergangenen Jahren auch das zugleich immer längere Arbeiten der Menschen nichts geändert. Wie die Entwicklung weitergeht, hängt nun auch von der Politik ab.

Über 800.000 Menschen gingen 2019 in Rente

816.000 Personen wechselten laut Deutscher Rentenversicherung 2019 insgesamt in die Rente. Der Anteil der Renten mit Abschlägen lag 2019 bei 22,5 Prozent. Die durchschnittliche Höhe der Abschläge lag 2019 bei 96,49 Euro brutto.

Zugleich sind 253.492 Arbeitnehmer im vergangenen Jahr abschlagsfrei mit 63 in Rente gegangen, was nach mindestens 45 Versicherungsjahren geht - rund 10.000 mehr als im Jahr zuvor. Die Männer im Westen kamen im Schnitt auf monatliche Altersbezüge von 1.557 Euro, Frauen auf 1.142 Euro. Im Osten waren es 1.262 beziehungsweise 1.204 Euro.

Bezugsdauer und Eintrittsalter steigen

Männer erhielten ihre Bezüge im vergangenen Jahr im Schnitt 18,2 Jahre lang - zehn Jahre zuvor waren es noch 2,4 Jahre weniger. Bei Frauen stieg die Bezugsdauer in diesem Zeitraum von 20,6 auf 21,7 Jahre. Das zeigt der neue Rentenatlas 2020 der Deutschen Rentenversicherung Bund.

In den vergangenen Jahren sind die Menschen immer später in Rente gegangen. Das Durchschnittsalter zum Rentenbeginn stieg bei Männern von 62,1 Jahren (1999) bis 64 Jahre (2019). Frauen arbeiteten im Schnitt vor 20 Jahren bis zum Alter von 62,2 Jahren, 2019 im Schnitt mit 64,5 Jahren.

Wie passen die Trends zusammen?

Laut Rentenversicherung ist es kein Widerspruch, dass das Alter der Menschen bei Rentenbeginn steigt - und gleichzeitig die Rentenbezugsdauer. Bei den einen handele es sich um Personen, die aktuell in Rente gehen.

Bei der Berechnung der Bezugsdauer würden dagegen Renten angeguckt, die nicht mehr gezahlt werden, etwa weil ein Rentner verstorben sei, wie ein Sprecher sagte. Es handele sich somit um unterschiedliche Gruppen. Auch in Zukunft aber könnte der Rentenbezug trotz längerem Arbeiten ansteigen - mit weiter steigender Lebenserwartung.

Rente unter Druck - Politische Lösungen werden gesucht

Die Rente gerät in den nächsten Jahren vor allem auch noch deshalb unter Druck, weil die Babyboomer in Ruhestand gehen. Manche etwa in der Wirtschaft wollen das Problem durch längeres Arbeiten abmildern.

So hatte eine Arbeitsgruppe der Unionsfraktion im Bundestag in diesem Jahr dafür geworben, dass mehr Lebenszeit jeweils zur Hälfte zwischen Arbeits- und Rentenzeit aufgeteilt wird. Gewerkschaften und SPD sind dagegen.

Die Rentenkommission der Bundesregierung, in der alle diese Seiten vertreten waren, gab im März keine eindeutige Antwort in dieser Richtung. Allerdings soll es weiter "Haltelinien" beim Rentenniveau und beim Beitragssatz geben.

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