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Lagebericht des BKA - Drogenkriminalität steigt und wird brutaler

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Das Bundeskriminalamt warnt vor einem Anstieg der organisierten Kriminalität im Rauschgifthandel. Sie habe, so BKA-Präsident Münch, "erhebliche Ausmaße angenommen".

In Deutschland steigt die Drogenkriminalität weiter an. Insgesamt seien 2020 rund 365.000 Fälle registriert worden – 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Die Polizei hat im vergangenen Jahr 365.753 Fälle von Rauschgiftkriminalität registriert. Das sind 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Lagebericht zur Rauschgiftkriminaliät hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

Für die Organisierte Kriminalität ist Rauschgifthandel das größte Betätigungsfeld. Über ein Drittel der Verfahren gegen Organisierte Kriminalität wurden wegen des Verdachts auf Rauschgifthandels oder -schmuggels geführt. Diese Verfahren haben auch gezeigt, dass die Gewaltbereitschaft in dem Bereich steigt. Eine zunehmende Zahl der Tatverdächtigen war bewaffnet.

Wir sehen eine steigende Anzahl an Straftaten im Zusammenhang mit Drogen in Deutschland und der EU, die immer brutaler, immer skrupelloser ausgeführt werden.
Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Anfang Juni gab es weltweit in mehreren Ländern Razzien gegen den Drogen- und Waffenhandel. Auch in Deutschland durchsuchten Beamte Lagerhallen, Büroräume und Wohnhäuser.

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Zahl der Drogentoten steigt erneut

Seit 2017 steigt die Zahl der Drogentoten stetig - so auch im vergangenen Jahr: 2020 wurden 1.581 Rauschgifttote registriert. Das sind 13,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten Todesfälle wurden erneut in den bevölkerungsreichsten Ländern Nordrhein-Westfalen und Bayern festgestellt.

Die beliebteste illegale Droge bleibt Cannabis. Laut Bundeskriminalamt (BKA) wurden den Behörden 31.961 Fälle von Handel mit Cannabis bekannt.

Cannabis ist weiter die in Deutschland am meisten gehandelte und konsumierte Drogenart.
Holger Münch, Präsident des BKA

Die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie hatten laut BKA kaum Einfluss auf die Rauschgiftkriminalität. Vielmehr verlagerte sich der Drogenhandel weiter ins Internet, da der Post- und Paketversand im Vergleich zu anderen Transportmöglichkeiten von den Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus nicht betroffen ist.

Während der Corona-Krise wurde mehr Alkohol konsumiert. Archiv

Mehr Alkohol und weniger Kokain - Corona verändert Drogenkonsum 

Die Corona-Krise veränderte viele Bereiche des öffentlichen Lebens. Laut der EU-Drogenbeobachtungsstelle ging auch der Konsum einiger Drogen zurück, nicht aber deren Produktion.

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