Kein Regen: Fast die Hälfte der EU-Flächen von Dürre bedroht

    Dürrebeobachtungsstelle:Hälfte der EU-Fläche von Dürre bedroht

    23.08.2022 | 15:44
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    Die Europäische Dürrebeobachtungsstelle warnt, dass fast die Hälfte der EU-Fläche von Dürre bedroht sind. Für 17 Prozent der Fläche herrsche Alarmzustand, weil Regen fehlt.

    Ausgetrocknetes Flußbett des Po, Archivbild
    Ausgetrocknetes Flußbett des Po in Italien, (Archivbild): 47 Prozent der EU-Flächen sind von Dürre bedroht.
    Quelle: dpa

    Die Hälfte des Gebiets der Europäischen Union ist einem Expertenbericht zufolge von Dürre bedroht. Auf 47 Prozent des EU-Gebiets bestehe im August ein Risiko für Dürre, teilte die Europäische Dürrebeobachtungsstelle mit. Wegen fehlender Niederschläge herrsche auf 17 Prozent des Gebiets bereits Alarmzustand, der sich auf Vegetation und Ernteerträge auswirke. Bereits im Juli hatte auf 46 Prozent des EU-Gebiets ein Dürre-Risiko bestanden.

    Die schwere Dürre, von der viele Regionen Europas seit Anfang des Jahres betroffen sind, hat sich seit Anfang August weiter ausgedehnt und verschlimmert"

    Experten im Auftrag der EU-Kommission

    Süddeutschland, Spanien, Mittelitalien besonders betroffen

    Die jüngsten Niederschläge Mitte August "könnten die Dürrebedingungen in manchen Regionen Europas abgemildert haben", hieß es im Bericht weiter. Jedoch verursachten die damit verbundenen Gewitter in einigen Gebieten Schäden und Verluste und schränkten möglicherweise die positiven Auswirkungen der Niederschläge ein.
    Unter den am stärksten von Regenmangel betroffenen Regionen sind den Wissenschaftlern zufolge:
    • Teile Portugals,
    • ganz Spanien,
    • Südfrankreich,
    • Mittelitalien,
    • Süddeutschland
    • ein großes Gebiet, das die Slowakei, Ungarn und Rumänien umfasst.
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    Nach der langen, außergewöhnlichen Trockenheit erwartet die Beobachtungsstelle nun von August bis Oktober in weiten Teilen "nahezu normale Bedingungen".

    Teile Spaniens und Portugals mit besonderem Dürrerisiko

    Das werde womöglich nicht zur kompletten Erholung von den vergangenen Monaten ausreichen, aber die kritischen Bedingungen vielerorts lindern. Nach Angaben der Wissenschaftler könnten die westlichen Mittelmeerregionen jedoch bis in den November "überdurchschnittlich warme und trockene Bedingungen" erleben.
    Für Teile Spaniens und Portugals wird demnach weiter mit einem Dürrerisiko gerechnet. Das außergewöhnlich heiße und trockene Wetter habe voraussichtlich auch Ernteeinbußen zur Folge.
    Die "Ertragsaussichten für Sommerkulturen" wie Mais seien "erheblich" reduziert, erklären die Experten. Die Europäische Dürrebeobachtungsstelle gehört zur Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission.
    Quelle: AFP

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