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Bauern fürchten drittes Dürrejahr

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Trockener April - Bauern fürchten drittes Dürrejahr

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Nach dem Dürresommer 2018 und der Trockenheit 2019 sind Land- und Forstwirte alarmiert. Auch 2020 drohen Äcker und Wälder unter mangelndem Regen zu leiden.

Deutschland steuert 2020 auf das dritte Dürrejahr in Folge zu. Besonders im Süden und im Osten ist es zu trocken – hohe Ernteausfälle können die Folge sein.

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"Die Erde ist wie Stein", sagt Landwirtin Andrea Engmann, "und was nicht zu Stein geworden ist, ist so staubig, dass es wegflieg." Die wochenlange Trockenheit macht den Landwirten in Deutschland zu schaffen. Sie fürchten, dass der fehlende Regen schwere Schäden verursachen wird.

Wenn es weiter so trocken bliebe, könnte 2020 ein sehr schwieriges Jahr werden, warnte Bauernpräsident Joachim Rukwied im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ein drittes Dürrejahr in Folge würde viele unserer Betriebe noch härter treffen als die letzten."

Landwirte wünschen sich Regen

Es ist nicht nur der trockene Boden. Der milde Winter und die Trockenheit hätten zudem für größeren Schädlingsbefall auf den Feldern gesorgt. "Wir brauchen dringend einen länger anhaltenden Landregen, damit die Pflanzen sich entwickeln können. Teilweise laufen schon jetzt die Bewässerungsanlagen", so Rukwied.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte im August 2018 die damaligen Ernteschäden als Ereignis "nationalen Ausmaßen" eingestuft - und erstmals seit 2003 wieder Bundeshilfen wegen einer Dürre zugesagt. Die Ernte 2019 fiel dann wieder etwas besser aus, die Mengen bei Getreide und Raps waren aber unterdurchschnittlich.

Im Video: Meteorologen warnen vor Staubwolken

Der April in Deutschland war bisher zu trocken. In Kombination mit zunehmendem Wind warnen Meteorologen vor dem Auftreten von Staubwolken.

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Der Wald leidet

Dass Regen fehlt, bekommt auch der Wald zu spüren. Die andauernde Trockenheit, die hohe Waldbrandgefahr in vielen Teilen Deutschlands und der ausschwärmende Borkenkäfer seien Vorboten für ein weiteres Dürrejahr, sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, Hans-Georg von der Marwitz, dem RND. Dabei seien die Schäden aus den Vorjahren noch nicht beseitigt.

Die Corona-Pandemie sorgt auch hier für eine Verschärfung der Probleme. "Absatzmärke für das viele Holz fehlen etwa in Asien aufgrund der Grenzschließungen, Pflanzgut musste storniert werden, da die Arbeitskräfte fehlen", betonte von der Marwitz.

Abgestorbene Fichten in der Eifel

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Forstwirtschaft in Existenznöten
 

Nach zwei Hitzesommern leidet der Wald unter der Corona-Krise. Die virengeplagten Kommunen können die Dürreschäden nicht beheben. Es fehlen Geld, Arbeiter und die Nachfrage.

von Doris Ammon
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