Sie sind hier:

Erster Fall seit 1994 - Elfenbeinküste startet Impfungen gegen Ebola

Datum:

Nach mehr als 25 Jahren ist in der Elfenbeinküste erstmals wieder ein Ebola-Fall aufgetreten. Der Ausbruch ist laut WHO "besorgniserregend". Impfungen sollen jetzt helfen.

Erster Ebola-Fall in der Elfenbeinküste seit 1994. Symbolbild
Die Elfenbeinküste hatte seit 1994 keinen Ebola-Fall mehr registriert. (Archivbild)
Quelle: Jerome Delay/AP/dpa

Die Elfenbeinküste hat nach einer Ebola-Infektion in der Wirtschaftsmetropole Abidjan mit Impfungen gegen die lebensbedrohliche Infektionskrankheit begonnen.

Laut Behörden wurde der Impfstoff aus dem Nachbarland Guinea am Montag zuerst an Gesundheitspersonal und "enge Verwandte und Kontaktpersonen" der Infizierten verabreicht. Insgesamt erhielt die Elfenbeinküste demnach 5.000 Impfdosen von Guinea.

Infizierte offenbar aus Guinea eingereist

Die erste Ebola-Infektion in der Elfenbeinküste seit 1994 war am Samstag in Abidjan gemeldet worden. Infiziert ist den Angaben zufolge eine junge Frau im Alter von 18 Jahren - sie war am Mittwoch aus Guinea eingereist.

Der ivorische Gesundheitsminister Pierre Demba betonte, es handele sich um "einen isolierten und eingeschleppten Fall". Die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Afrika, Matshidiso Moeti, wertete die Infektion in der Vier-Millionen-Einwohner-Metropole allerdings als "extrem besorgniserregend".

In der Geschichte suchten Seuchen meist ohne Vorwarnung die Menschheit heim - darunter auch Ebola. ZDF-History erzählt die Geschichte der großen Seuchen.

Beitragslänge:
31 min
Datum:

WHO will Ausbruch in Elfenbeinküste untersuchen

Der Ursprung der Infektion soll nun genauer untersucht werden. Laut WHO gibt es bislang keinen Hinweis, dass der Fall in der Elfenbeinküste mit dem jüngsten Ebola-Ausbruch in Guinea zusammenhängt. Guinea und die WHO hatten die zweite Ebola-Epidemie des Landes erst am 19. Juni offiziell für beendet erklärt.

Die Elfenbeinküste grenzt an Guinea und Liberia, die 2014 und 2016 unter schweren Ebola-Epidemien zu leiden hatten. Dennoch war in der Elfenbeinküste seit 1994 kein Infektionsfall mehr festgestellt worden. Damals hatte sich ein Wissenschaftler bei Schimpansen angesteckt.

Hohe Todesrate bei Ebola-Infektionen

Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall, inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten. Bei den bisherigen Ebola-Epidemien betrug die Todesrate laut WHO zwischen 25 und 90 Prozent.

Logo der Weltgesundheitsorganisation am Hauptsitz der WHO.

WHO vermeldet Fortschritte - Kampf gegen Ebola 

Die Seuche wütet seit Mitte 2018 im Kongo. Über 3.300 Menschen infizierten sich, mehr als 2.200 starben. Nun gab es dort sieben Tage lang keine neuen Ebola-Infektionen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.