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Sieben bestätigte Infektionen - Guinea spricht nach Ebola-Fällen von Epidemie

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Es gebe sieben bestätigte Fälle, darunter drei tödliche. Nach dem Ausbruch des Ebola-Virus in Guinea sprechen die örtlichen Behörden nun von einer "Epidemie-Lage".

Ein Ebola-Behandlungszentrum in Guinea im Jahr 2014.
Ein Ebola-Behandlungszentrum in Guinea im Jahr 2014.
Quelle: Kristin Palitza/dpa/Symbolbild/Archiv

Angesichts mehrerer bestätigter Ebola-Fälle hat die Gesundheitsbehörde im westafrikanischen Guinea eine "Epidemie-Lage" ausgerufen. Am frühen Sonntagmorgen habe ein Labor in Conakry "die Existenz des Ebola-Virus bestätigt", sagte der Leiter der nationalen Gesundheitsbehörde, Sakoba Keïta, nach einer Dringlichkeitssitzung in Guineas Hauptstadt.

Es gebe sieben bestätigte Fälle, darunter drei tödliche. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagte dem Land schnelle Hilfe zu.

Gesundheitsminister: "Wir sind sehr besorgt"

Gesundheitsminister Rémy Lamah hatte am Vortag von vier Ebola-Todesfällen gesprochen. Die ersten Ebola-Toten seit dem Jahr 2016 habe es in der Region Nzérékoré im Südosten des Landes gegeben, sagte Lamah am Samstag. "Wir sind sehr besorgt."

Warum am Sonntag nur noch von drei Ebola-Toten die Rede war, war zunächst unklar. Die WHO kündigte an, rasch Ressourcen bereitzustellen, um Guinea bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen. Verfügbar machen will die UN-Behörde demnach auch Impfstoffe.

Wir werden schnell die notwendigen Kapazitäten einsetzen, um Guinea zu helfen.
Alfred George Ki-Zerbo, WHO-Vertreter

Er verwies auf die "großen Erfahrungen" Guineas in der Ebola-Bekämpfung.

Um den Ausbruch zu stoppen, haben Behörden begonnen, Kontakte der Toten nachzuverfolgen. Unterstützung kommt von der WHO.

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Guinea - Zentrum der Ebola-Krise 2013-2016

Das westafrikanische Land war zwischen 2013 und 2016 eines der Zentren der Ebola-Krise. Etwa 2.500 Menschen starben damals in Guinea an der Viruskrankheit, in der Region Westafrika waren es mehr als 11.300.

Weltweit waren damals etwa 28.600 Ebola-Infektionen nachgewiesen worden. 99 Prozent von ihnen entfielen auf Guinea, Liberia und Sierra Leone.

Das Ebola-Virus war erstmals 1976 im Norden der Demokratischen Republik Kongo registriert worden und ist nach einem dortigen Fluss benannt.

Symptome einer Ebola-Infektion

Die Betroffenen leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

In der Geschichte suchten Seuchen meist ohne Vorwarnung die Menschheit heim - darunter auch Ebola. ZDF-History erzählt die Geschichte der großen Seuchen.

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