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Ecuador - Bandenkrieg hinter Gittern: Mehr als 100 Tote

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Bei brutalen Kämpfen in einem Gefängnis in Ecuador sind 116 Menschen ums Leben gekommen. Der Präsident verhängte den Ausnahmezustand.

Angehörige des Militärs stehen vor einem Gefängnis in Guayaquil Wache.
Im größten Gefängnis von Ecuador kam es zu schweren Ausschreitungen.
Quelle: Reuters

Bei schweren Ausschreitungen in einer Haftanstalt in Ecuador sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Bis jetzt habe sich die Lage noch nicht stabilisiert, zitiert die Tageszeitung "El Universal" den ecuadorianischen Präsidenten Guillermo Lasso. Er verhängte für alle Gefängnisse des Landes den Ausnahmezustand.

Bisherigen Zahlen zufolge sind bei den Gefängnisunruhen in der Hafenstadt Guayaquil 116 Häftlinge getötet und mindestens 80 Menschen verletzt worden. Die Behörden schließen aber nicht aus, dass diese Zahl noch steigen könnte, wie Lasso sagte.

Mindestens fünf der Todesopfer wurden den Angaben zufolge enthauptet. Unter den Verletzten waren demnach auch zwei Polizisten. Gerichtsmediziner aus dem ganzen Land seien angereist, um die Leichen zu bergen.

In Ecuadors Gefängnissen kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden.

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Banden bekämpfen sich

Das Gefängnis Litoral in der Metropole Guayaquil ist die größte Haftanstalt des Landes und mit rund 10.000 Inhaftierten völlig überbelegt. Lasso kündigte an, das Sicherheitskomitee einzuberufen und über die Lage in den Haftanstalten zu sprechen. Gleichzeitig sollen die Gefängnisse modernisiert werden.

Zu den Ausschreitungen in Guayaquil kam es durch Kämpfe verfeindeter Banden. Mehrere Handgranaten seien innerhalb der Haftanstalt explodiert, hieß es. Lokale TV-Bilder zeigten Häftlinge, die aus Fenstern des Gefängnisses schossen.

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Immer wieder Ausschreitungen

In den chronisch überfüllten ecuadorianischen Gefängnissen kommt es immer wieder zu Ausschreitungen zwischen Mitgliedern von Banden, die mit mexikanischen Drogenkartellen in Verbindung stehen.

Nach Angaben des ecuadorianischen Ombudsmanns für Menschenrechte wurden in den Gefängnissen des Landes im vergangenen Jahr 103 Menschen getötet.

Umschlagplatz für Drogenhandel

Mit seiner Lage zwischen den bedeutenden Drogenproduzenten Kolumbien und Peru ist Ecuador eine wichtige Drehscheibe für den Drogenschmuggel in die USA und nach Europa.

Guayaquil im Südwesten Ecuadors ist die wichtigste Hafenstadt des Landes. Sie gilt als zentraler Umschlagplatz für den illegalen Handel mit Kokain aus Südamerika.

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