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Zwölf Jahre nach Einsturz - Neues Kölner Stadtarchiv eröffnet

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Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor zwölf Jahren traumatisierte die Stadt. Nun ist das neue Archiv fertig - und für alle Bürger geöffnet.

Das neue Historische Archiv von Köln.
Rund zwölf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs wurde jetzt das neue Historische Archiv von Köln eröffnet.
Quelle: Oliver Berg/dpa

Rund zwölf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist das neue Archiv eröffnet worden. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um "Europas modernstes kommunales Archiv". In dem Neubau ist Platz für 50 Regalkilometer Dokumente.

Beim Einsturz des alten Stadtarchivs am 3. März 2009 waren zwei Anwohner ums Leben gekommen. Unzählige historische Dokumente waren verschüttet worden.

Reker: Archiv wichtig für Selbstverortung

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) sagte beim Festakt, das Haus werde "die Erinnerung der nachweislich ältesten deutschen Metropole bewahren und pflegen". Es sei ein wirklich guter Tag in der Geschichte der Stadt.

Der Tag des Einsturzes am 3. März 2009 sei ein schmerzlicher Tag für Köln gewesen. Menschen hätten ihr Leben, viele ihr Zuhause verloren. Und mit dem Archivgebäude sei auch das Gedächtnis Kölns in Morast und Wasser unter einem Berg von Schutt und Trümmern begraben worden.

Beim Blick in den Abgrund wurde uns in Köln bewusst, was ein Archiv für eine Gesellschaft wirklich bedeutet.
Reker, Oberbürgermeisterin Köln

"Es dient eben nicht bloß der Wissenschaft - es dient der Selbstverortung und Selbstvergewisserung", ergänzte Reker.

95 Prozent der Dokumente gerettet

Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) hob hervor, dass es gelungen sei, einen Großteil der Archivalien zu bergen. Mittlerweile seien viele Bestände wieder zugänglich. "Sie tragen zur Identitätsbildung, zum Selbstverständnis und zur Kultur der Stadt bei."

Dass 95 Prozent des Archivbestands gerettet werden konnten, sei eine "unglaubliche Leistung".

Einsturz wegen unsachgemäßer Tiefbauarbeiten

Der Einsturz des alten Archivs am 3. März 2009 gilt als die größte Baukatastrophe in der Kölner Nachkriegsgeschichte. Unmittelbar vor dem Gebäude wurde damals die Kölner Nord-Süd-Stadtbahn gebaut.

Das Archivgebäude stürzte in eine tiefe Baugrube und wurde dabei völlig zerstört. Das Kölner Landgericht urteilte 2018, dass das Archiv wegen gravierender Fehler beim Bau einer neuen U-Bahn-Haltestelle eingestürzt war. Weitere Gerichtsverfahren laufen heute noch.

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