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Eisheilige treffen Deutschland mit Wucht

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Frost, Schnee und Sturm - Eisheilige treffen Deutschland mit Wucht

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Pünktlich zu den "Eisheiligen" gibt es einen heftigen Wetterumschwung in Deutschland. Das birgt Gefahren durch Unwetter und hilft doch nur bedingt gegen die Dürre im Land.

Sachsen-Anhalt, Schierke: Schnee und Eis liegt auf den Bäumen an der Brockenstrasse.
Pünktlich zu den "Eisheiligen": Schnee und Eis auf den Bäumen an der Straße, die zum Brocken fuhrt.
Quelle: DPA

Rund um diese Mai-Tage setzt häufig eine Wetterperiode ein, die arktische Luft zu uns bringt. Kamen in den vergangenen Jahrzehnten die "Eisheiligen" deutlich früher, sind sie dieses Jahr scheinbar pünktlich. Und haben in einigen Regionen Frost und Schnee im Gepäck.

Bäume könnten umstürzen

Während am Wochenende mancherorts noch Temperaturen bis knapp 28 Grad erreicht wurden, stürzte die Temperatur am Montag im Nordwesten bereits auf einstellige Werte. Von Norden her kommt kalte Luft und trifft auf feuchtwarme Luft aus dem Süden, dabei setzt sich die kalte Luft durch und die Wärme wird abgedrängt.

Die "Eisheiligen" beginnen und machen dieses Jahr ihrem Namen alle Ehre. In Zeiten des Klimawandels ist das nicht selbstverständlich.

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Dazu bleibt es sehr windig: Es besteht die Gefahr, dass Bäume umstürzen, denn mittlerweile sind die meisten vollständig belaubt. Dazu muss man weiterhin im Südosten mit Gewittern rechnen, die unwetterartig ausfallen können. Hinzu kommt eine Tendenz zu Frost in der kommenden Nacht. Sogar Schnee ist bis auf 600 Meter in den Mittelgebirgen und an den Alpen zu erwarten.

Woher kommt der plötzliche Wetterumschwung?

Einerseits liegt über Großbritannien ein kräftiges Hoch, über Skandinavien wiederum ein nahezu ortsfester Tiefkomplex. Also eine eher festgefahrene Situation, die sich wohl zum Wochenende ändert. Vor dem Wochenende gelangt also von Norden kühle Luft nach Deutschland. Allerdings bleibt es größtenteils trocken, wenn man mal von einigen Schauern absieht. Die Temperaturen werden auf einem ähnlichen Niveau bleiben und höchstens leicht ansteigen.

Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Deutschland zum dritten Mal in Folge ein Dürresommer bevorsteht. Hohe Ernteausfälle und gefährdete Wälder könnten die Folge sein.

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Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass durch den Niederschlag die Dürre in Deutschland abgewendet ist. Der Regen, der uns nun erreicht, ist bitter nötig. Bis in tiefere Bodenschichten hinein bleibt es aber dabei, dass Wasser fehlt. Immerhin: der Oberboden dürfte derzeit, je nach Region, vorübergehend ergiebigen Regen abbekommen.

Özden Terli ist Diplom-Meteorologe, Redakteur und Moderator der ZDF-Wetterredaktion.

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