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Wegen Betrugs verurteilt : Silicon-Valley-Star Holmes droht Haftstrafe

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Ihre Erfindung galt als Revolution: Wenige Tropfen Blut sollten zur Diagnose vieler Krankheiten genügen. Doch alles war Schwindel. Jetzt ist die Theranos-Chefin verurteilt worden.

Die Gründerin der US-Bluttest-Firma Theranos, Elizabeth Holmes, ist wegen Betrugs verurteilt worden. Sie soll Investoren über die Wirksamkeit neuer Bluttests getäuscht haben.

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Die Gründerin der spektakulär gescheiterten US-Bluttest-Firma Theranos, Elizabeth Holmes, ist wegen Betrugs verurteilt worden. Die Geschworenen in dem Fall um die einst als Visionärin gehandelte Unternehmerin sprachen sie am Montag in vier von elf Anklagepunkten schuldig.

Holmes droht lange Haft

Ihr drohen damit nun bis zu 20 Jahre Haft pro Anklagepunkt. Prozessbeobachter in den USA gingen allerdings davon aus, dass die Strafe deutlich milder ausfallen dürfte. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden.

Der mittlerweile 37-jährigen Holmes war vorgeworfen worden, Investoren, Politiker, Ärzte und die Öffentlichkeit seit mindestens 2013 über die Wirksamkeit ihrer angeblich revolutionären Technologie getäuscht zu haben, die Bluttests viel einfacher machen sollte.

Theranos-Gründerin versprach Bluttest-Revolution

Tests, für die normalerweise Ampullen mit Blut über die Venen entnommen werden müssen, sollten mit ihrer Methode angeblich über einen Piks in den Finger funktionieren. Nur wenige Tropfen sollten reichen, um auch umfangreiche Analysen durchzuführen. Statt in großen Labors sollten dann problemlos Bluttests in Drogerien in den USA und anderswo möglich sein.

Doch Theranos' Bluttestmaschine namens Edison produzierte nicht die erwarteten Ergebnisse, weshalb die Firma geheim auf konventionelle Tests zurückgriff. Recherchen des "Wall Street Journals" führten schließlich dazu, dass der Skandal 2015 an die Öffentlichkeit geriet.

Holmes, die Theranos im Jahr 2003 als 19-jährige Studienabbrecherin der Elite-Uni Stanford gründete, wurde als Visionärin gefeiert. Sorgsam pflegte sie ihr Image als aufstrebender Star der Tech-Szene. Medien verglichen sie mit Apple-Gründer Steve Jobs - was von ihrer Vorliebe für schwarze Rollkragenpullover noch unterstützt wurde. Im Silicon Valley und darüber hinaus kam sie damit gut an.

Holmes wurde zur jüngsten Selfmade-Milliardärin

Investoren wie Medienmogul Rupert Murdoch und Oracle-Gründer Larry Ellison steckten mehr als 900 Millionen Dollar in die Start-up-Firma. Zeitweise war das Unternehmen mehr als zehn Milliarden Dollar wert. Holmes galt als jüngste Selfmade-Milliardärin der USA, mit einem Vermögen zumindest auf dem Papier von 4,5 Milliarden Dollar.

Holmes nahm das Urteil ohne größere Regung auf. Auch ihr Lebensgefährte Billy Evans und ihre Eltern waren zu der Urteilsverkündung gekommen. Die Geschworenen erklärten sie am Montag in vier weiteren Anklagepunkten für nicht schuldig, bei drei Vorwürfen konnten sie sich nicht auf ein gemeinsames Urteil einigen.

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