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Schrader gewinnt Emmy als beste Regisseurin

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"Unorthodox" auf Netflix - Schrader gewinnt Emmy als beste Regisseurin

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Maria Schrader war sprachlos: Die deutsche Regisseurin hat für "Unorthodox" den Emmy als beste Regisseurin einer Miniserie gewonnen. Die Verleihung fand ohne Publikum statt.

Maria Schrader gewinnt Emmy als beste Regisseurin
Maria Schrader gewinnt Emmy als beste Regisseurin
Quelle: dpa

Die deutsche Regisseurin Maria Schrader hat den Emmy Award für die beste Regie in einer Miniserie gewonnen. Schrader bekam die Auszeichnung für die vierteilige Serie "Unorthodox" beim Streaminganbieter Netflix. Sie erzählt darin die Geschichte der ultra-orthodoxen Jüdin Esther, die vor ihrem Ehemann aus New York nach Berlin flüchtet.

"Ich bin sprachlos", sagte die auch als Schauspielerin bekannte 54-Jährige in einer Live-Schalte nach Los Angeles am Sonntagabend (Ortszeit), umgeben von einigen Mitgliedern des Teams.

Netflix-Serie "Unorthodox" -
Auf der Flucht vor ultraorthodoxer Gemeinde
 

Eine Netflix-Serie erzählt von der Flucht einer jungen Frau aus ihrer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinschaft von New York nach Berlin. Eine wahre Begebenheit.

von Katrin Eigendorf
Videolänge:
19 min

Emmys für "Succession" - Seitenhieb auf Boris Johnson

Die drei großen Abräumer des Abends waren das Drama "Succession" um die kaputte Familie eines Medienmoguls, die Toleranz-Comedy "Schitt's Creek" und die auf einem realen Massaker an Schwarzen im US-Süden beruhende Comicverfilmung "Watchmen".

Er wolle einigen "Nichtdank" aussprechen, sagte Produzent und Drehbuchautor Jesse Armstrong bei der Bekanntgabe des Preises für die beste Dramaserie an "Succession". Ein "Nichtdank" gehe an das Virus und an Donald Trump und Boris Johnson für deren "lausige und unkoordinierte Antwort" darauf, sagte er. Ein "Nichtdank" gehe auch an alle Nationalisten auf der Welt und "an alle Medienmogule, die sie an der Macht halten".

Seine opulent ausgestattete Serie handelt vom alternden Patriarchen Logan Roy und wie dessen Kinder um die Nachfolge in seinem Medienkonzern kämpfen. Sie wurde mit sieben Preisen ausgezeichnet, darunter auch Emmys für Jeremy Strong als bester Hauptdarsteller und Andrij Parekh als bester Regisseur.

US-Präsident Donald Trump Ziel vieler Gags - auch wegen Corona

Der US-Präsident blieb das Thema vieler Gags und ernster Anspielungen. Zu Beginn sprach Moderator Jimmy Kimmel zunächst vor applaudierenden Stars, gab dann aber preis, dass dies Aufnahmen der Vorjahre waren und er nahezu allein auf der Bühne im Staples Center stehen werde.

Moderator Jimmy Kimmel im Staples Center ohne Publikum
Moderator Jimmy Kimmel moderierte die Verleihung - ohne Publikum wegen Corona.
Quelle: epa

"Natürlich haben wir kein Publikum", sagte der Komiker. "Das hier ist keine MAGA-Rally", ergänzte Kimmel als Seitenhieb auf die "Make America Great Again"-Wahlkampfreden, die US-Präsident Trump trotz Infektionsrisikos während der Corona-Pandemie vor tausenden Anhängern hält. Danach ging Kimmel hinter die Bühne in einen Raum voller Monitore mit Schalten zu rund 100 Nominierten.

Neun Awards für "Schitt's Creek"

Mit der Vergabe des ersten Preises begann der Siegeszug von "Schitt's Creek" - in allen sieben wichtigen Sparten gewann die warmherzige Serie über die extravagante Familie Rose, die nach Problemen mit den Steuerbehörden in ein kleines Dorf zieht, das der Vater einst als Spaß dem Sohn geschenkt hatte.

Im Kern handelt unsere Serie davon, welche Veränderungen Liebe und Akzeptanz auslösen. Und das ist etwas, das wir heute mehr als je zuvor brauchen.
Daniel Levy, Regisseur, Autor und Nebendarsteller von "Schitt's Creek"

Außer Daniel Levy, der Preise als Regisseur, Autor und Nebendarsteller erhielt, wurden auch Catherine O'Hara und Eugene Levy für ihre Hauptrollen und Annie Murphy für die beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet. Insgesamt kam "Schitt's Creek" auf neun Awards.

"Watchmen" räumte elf Preise ab

Bei den Emmys für Fernsehfilme und Miniserien war "Watchmen" mit insgesamt elf Preisen der große Abräumer. In ihren Reden erinnerten die Macher an ein dunkles Kapitel der US-Geschichte, das der Serie zugrunde liegt: Beim Massaker von Tulsa waren laut mancher Schätzungen im Jahr 1921 bis zu 300 Schwarze umgebracht worden.

Dieses Land vernachlässigt seine eigene Geschichte oft zum eigenen Nachteil.
Damon Lindelof und Cord Jefferson, Drehbuchautoren von "Watchmen"
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