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Lang ersehntes Nass und gerettete Dino-Bäume

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Buschbrände in Australien - Lang ersehntes Nass und gerettete Dino-Bäume

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Endlich ist der lang ersehnte Regen in den Buschbrandgebieten Australiens gefallen. Noch eine gute Nachricht: Seltene Urzeit-Bäume konnten gerettet werden.

Nach monatelanger Dürre ist in Teilen Australiens der langersehnte Regen gefallen. Zwar können die Regenfälle die Brände nicht löschen, aber sie können helfen sie einzudämmen.

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In Teilen der Buschbrandgebiete Australiens ist heute lang ersehnter Regen gefallen. Im Bundesstaat New South Wales, wo viele der schlimmsten Feuer wüteten, habe es "gute Regenfälle" gegeben, teilte die örtliche Wetterbehörde mit. Die Feuerwehr sprach von einer Erleichterung für die seit Wochen im Dauereinsatz gegen die Flammen kämpfenden Feuerwehrleute.

Zwar würden die Regenfälle nicht alle Brände löschen können, sie könnten aber in hohem Maße dazu beitragen, dass die Brände eingedämmt werden, hieß es. Vor Einsetzen des Regens waren in New South Wales noch 30 Buschbrände außer Kontrolle. Mehr dazu im Video:

Die Buschfeuer in Australien haben gravierende Folgen für Natur und Umwelt. Bisher haben wohl mehr als eine Milliarde Tiere ihr Leben verloren. Wir reden mit Experten und sind dabei, wenn sich Tierärzte und Helfer um die verletzten Tiere kümmern.

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Bäume aus der Dinosaurier-Zeit gerettet

Eine zweite gute Nachricht kommt aus dem Wollemi-Nationalpark nordwestlich von Sydney: Feuerwehrleute haben den einzigen noch in freier Natur vorkommenden Bestand sogenannter Dinosaurier-Bäume gerettet.

"Die Wollemie-Konifere ist eine besonders wichtige Art und die Tatsache, dass dies der einige Ort in der Welt ist, an dem sie vorkommen, und das in so kleiner Zahl, ist wirklich bedeutsam."  Diese Baumart habe die Dinosaurier überlebt, "als wir also sahen, dass das Feuer sich (ihnen) nähert, haben wir erkannt, dass wir alles tun müssen, um sie zu retten", erklärte der Direktor australischer Nationalparks, David Crust.

Wollemie (Wollemia nobilis) Baum (Archivfoto2008
Eine Baumart, die schon die Dinosaurier kannten: Feuerwehrleute haben den einzigen Bestand der Wollemien gerettet.
Quelle: picture alliance/WILDLIFE

Von Hubschraubern seilten sie sich in die Schlucht in den Blue Mountains mit rund 200 Wollemie-Koniferen ab, legten ein Bewässerungssystem an, um die Bäume feucht zu halten und leiteten den Einsatz von Löschflugzeugen. "Das hat geholfen, die Intensität des Feuers zu verlangsamen, als es sich dem Ort näherte", sagte Crust.

Bestand konnte gerettet werden

Die Art war bis 1994 nur in versteinerter Form bekannt und galt als ausgestorben. Dann wurde das letzte Refugium in den Blue Mountains entdeckt. Sie stehen auf einem geheimgehaltenen Gebiet. 2005 wurden Ableger in Sydney versteigert; in einigen Botanischen Gärten gibt es seitdem Wollemie-Bäume.

"Das Feuer ist durchgezogen, wir hatten ein paar Tage dichten Rauch und konnten nicht sehen, ob sie beschädigt wurden. Wir haben mit angehaltenem Atem gewartet", sagte der zuständige Umweltminister Matt Kean dem Sender ABC. Einige Wollemien seien verkohlt, wohl zwei verbrannt. Aber der Bestand von 200 Bäumen ist demnach noch da. Die Wollemien hätten die Dinosaurier überlebt, so Kean. Jetzt sehe es so aus, als hätten sie es Dank der Feuerwehrleute geschafft.

Der giftige Rauch der Buschbrände hatte in den vergangenen Tagen auch die Millionenmetropole Melbourne im Bundesstaat Victoria erreicht. Am Mittwochabend gab es dort Gewitter, die später ostwärts zogen. Die Luftqualität habe sich dadurch in weiten Teilen Victorias deutlich verbessert, teilte die dortige Umweltschutzbehörde mit.

Weitere Regenfälle fürs Wochenende vorhergesagt

Für Freitag und das Wochenende wurden weitere Regenfälle vorhergesagt. Dies wäre die längste Regenperiode seit Beginn der Feuerkrise im September. Die Feuerwehr von New South Wales hatte mit Blick auf die Wettervorhersage Anfang der Woche erklärt, dies wäre wie "Weihnachten, Geburtstag und Hochzeit zusammen - wir drücken die Daumen".

Bei den seit September anhaltenden verheerenden Buschbränden sind bereits 28 Menschen und schätzungsweise eine Milliarde Tiere ums Leben gekommen. Mehr als 2000 Häuser wurden zerstört. Zehn Millionen Hektar Land brannten bereits nieder, eine Fläche fast so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Tiere haben ihre Schutzräume verloren

Für die einheimischen Tiere gibt es eine besondere Gefahr. Vögel, Eidechsen und Nagetiere fallen nun leichter Raubtieren wie Füchsen und Katzen zur Beute. Die Tiere hätten bei den Bränden viel von ihren Schutzräumen verloren, sagte Sally Box, Australiens Beauftragte für bedrohte Arten, am Donnerstag dem Radiosender ABC. "Das macht sie noch verwundbarer, zur Beute zu werden." Das sei ein echtes Risiko.

Rettungskräfte versorgen einen geretteten Koala ; Australien; 21.11.2019
Hier versorgen Rettungskräfte einen geretteten Koala.
Quelle: Paul Sudmals via Reuters

Zudem sind die Koalas besonders verletzlich. Überstehen sie die Flammen, kommt es vor, dass sie von Autos überfahren oder von Hunden und Katzen attackiert werden. Außerdem haben sie ihre Nahrung verloren. Viele Eukalyptus-Wälder brannten nieder. Seit September, den ersten Feuern, sollen nach Schätzungen um die 33.000 Koalas verendet sein.

Die Population ist auf verschiedene Gebiete in Australien verteilt, die Folgen der Feuer sind dort jeweils unterschiedlich, wie die Expertin Sally Box erläuterte. "Es wird einige Zeit brauchen, sich anzusehen, was das für die Zahl der Koalas bedeutet." Vor den Feuern lag die Population der Beutelsäuger laut der australischen Koala-Stiftung bei etwas 80.000 Tieren.

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