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EM-Spiel gegen Dänemark - Engländer schämen sich für Fans

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Buhrufe bei der gegnerischen Nationalhymne, Beleidigungen gegen ein weinendes Mädchen. Im Netz macht sich Ärger über unsportliche englische Fans breit.

Englische Fans jubeln im Wembley Stadion.
Englische Fans jubeln beim Halbfinalspiel gegen Dänemark im Wembley Stadion.
Quelle: epa

England im Freudentaumel. Das Land steht erstmals seit 55 Jahren in einem großen Fußballfinale. Doch in den Jubel mischt sich bei vielen Landsleuten auch Ärger - und zwar gegen einige der englischen Fans.

Denn es ist alles andere als "Fair Play", was manche englischen Fußballfans während der Euro 2020 bisher an den Tag legen. Nicht nur im Netz stößt ihr Verhalten auf Empörung und Unverständnis. Auch viele Landsleute zeigen sich "not amused". Sogar eine Spendenaktion wurde als Wiedergutmachung gestartet.

Englische Fans blenden Torwart Schmeichel

Die neuesten Vorwürfe gegen englische Fans: Sie hätten beim Halbfinalspiel am Mittwoch gegen Dänemark den gegnerischen Torhüter Kasper Schmeichel offenbar mit einem Laser irritieren und ablenken wollen. Abwehrspieler Jannik Vestergaard berichtete von zahlreichen Laserattacken auf Schmeichel, der dennoch Glanzparaden zeigte.

Es gab einige Dinge, die von den Zuschauern nicht unbedingt fair waren.
Jannik Vestergaard, dänischer Abwehrspieler

"... Aber wenn viel auf dem Spiel steht, dann sind natürlich alle Mittel erlaubt", sagte Vestergaard nach dem Spiel: "Ich habe es beim Elfmeter nicht gesehen, aber ich habe es in der ersten Halbzeit bemerkt und auch gesehen, dass Pierre-Emile Höjbjerg den Schiedsrichter in der zweiten Halbzeit darauf hingewiesen hat." [Über den Elfer-Ärger bei Dänemark nach dem Aus]

UEFA kündigt Ermittlungen an

Wegen des Vorfalls hat die UEFA am Donnerstag Ermittlungen "gegen England" angekündigt. Untersucht werden zudem auch die "Störungen" bei der dänischen Nationalhymne und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern durch englische Anhänger.

Fußball-EM 2020 - England - Dänemark 

Halbfinale

Videolänge
7 min

Twitter empört über Buhrufe bei Nationalhymne

Bereits nach dem Achtelfinale zwischen England und Deutschland haben sich viele britische Twitter-Nutzer über Buhrufe im Stadion beim Abspielen der deutschen Nationalhymne geärgert. Der Moderator des Frühstückfernsehens "BBC Breakfast", Dan Walker, bezeichnete die Buhrufe als "erbärmlich".

Nach der 0:2-Niederlage von Deutschland gegen England im Wembley-Stadion war ein weinendes deutsches Mädchen im Fernsehen und auf den großen Stadionbildschirmen gezeigt worden. Daraufhin hatten englische Fans gejubelt - später wurde das Mädchen in sozialen Medien beleidigt - teils mit wüsten Beschimpfungen.

Größe in der Niederlage zu zeigen, ist eine ganz besondere Qualität. Größe im Triumph sollte sehr viel einfacher sein.
Alistair Campbell, Chefberater von Ex-Premierminister Tony Blair

Der ehemalige Chefberater von Ex-Premierminister Tony Blair, Alistair Campbell, ärgerte sich über "erwachsene Männer", die sich an dem Anblick eines weinenden deutschen Mädchens erfreuten "und die es zuvor genossen haben, die deutsche Nationalhymne auszubuhen".

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Spendenaktion: "Nicht jeder aus Großbritannien ist gemein"

Um zu zeigen "nicht jeder aus Großbritannien ist gemein", wurde in England eine Spendenaktion für das weinende Mädchen gestartet. Acht Tage nach dem Achtelfinalspiel gingen auf der Spenden-Plattform "JustGiving" 3.200 Spenden in Höhe von mehr als 40.000 Euro ein.

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Nach Angaben der Plattform konnte die Familie des Mädchens gefunden werden. Diese wolle anonym bleiben, habe sich aber für die "unglaubliche Unterstützung" bedankt.

Rassismus gegenüber Englands Raheem Sterling

Doch auch gegen Spieler aus den eigenen Reihen richteten sich die Buhrufe der englischen Fans. Die Sky-News-Moderatorin Samantha Washington, deren deutscher Mann mit den gemeinsamen Kindern zu dem Spiel im Wembley-Stadion war, schreibt auf Twitter über rassistische Schmähungen gegenüber dem schwarzen englischen Nationalspieler Raheem Sterling von England-Fans. "Das sollte unter unserer Würde sein", so Washington.

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Ob die Aufrufe gegen das unsportliche Verhalten bei den englischen Fans angekommen sind, wird sich beim großen Finalspiel am Sonntag zeigen. Gegner Italien versucht zumindest schon mal für wenigstens ein bisschen heimische Unterstützung im Wembley-Stadion zu sorgen und lässt Charterflüge aus Italien mit 1.000 Fans einfliegen. Das ZDF überträgt das Endspiel im Londoner Wembley-Stadion zwischen Italien und England am Sonntag live ab 20:15 Uhr (Anpfiff 21 Uhr).

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