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Japan - Schweres Beben vor Fukushima

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Ein schweres Erdbeben erschütter die Ostküste Japans - nach Ansicht der Behörden eine Nachwirkung des Jahrhundertbebens vor Fukushima vor zehn Jahren.

Bei einem heftigen Erdbeben vor der japanischen Ostküste sind mehr als 100 Menschen verletzt worden.

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Bei einem heftigen Erdbeben vor der japanischen Ostküste sind örtlichen Medien zufolge mehr als hundert Menschen verletzt worden. Fast eine Million Haushalte waren vorübergehend ohne Strom. In weiten Teilen der Region ist der Betrieb des Superschnellzuges Shinkansen noch bis mindestens Dienstag aus Sicherheitsgründen unterbrochen. Aufzüge in Tausenden Gebäuden stehen still. Eine Tsunamiwarnung wurde jedoch nicht ausgegeben.

Der Sender NHK zeigte Bilder von heruntergefallenen Gegenständen, zerbrochenen Glasscheiben, geplatzten Wasserleitungen, umgestürzten Grabsteinen sowie Rissen in Häusern in der Präfektur Fukushima. Sie liegt dem Epizentrum vor der japanischen Ostpazifikküste am nächsten. Auf Helikopterbildern war zu sehen, wie mehrere Baumaschinen Erde abtrugen, nachdem ein Erdrutsch eine Autobahn in Fukushima vollständig blockiert hatte. Noch mehrere hundert Kilometer entfernt waren die Erdstöße deutlich spürbar gewesen, Hochhäuser in der Hauptstadt Tokio hatten minutenlang geschwankt.

Kunimi: Beben in Japan richtet Zerstörungen an
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Quelle: dpa

Behörden: Nachwirkungen des Fukushima-Bebens

Nach Angaben der Behörden ereignete sich das Beben mit der Stärke von 7,3 kurz nach 23 Uhr (Ortszeit) in einer Tiefe von 60 Kilometern vor Fukushima. In den kommenden Tagen sei mit Nachbeben zu rechnen, sagte eine Specherin.

Die Erdstöße waren war nach Ansicht der meteorologischen Behörde eine Nachwirkung des Jahrhundertbebens in der Region vor zehn Jahren. Damals ausgelöste haushohe Tsunamis hatten zur Nuklearkatastrophe im Kraftwerk Fukushima Daiichi geführt. Mehr als 18.400 Personen kamen in den Wassermassen ums Leben oder gelten als vermisst. Kraftwerksbetreiber Tepco überprüft nach eigenen Angaben den Zustand der Anlage.

Häufig Beben in der Region

Ministerpräsident Yoshihide Suga sagte bei einem Notfall-Treffen seines Kabinetts, es seien keine Toten gemeldet worden. Wegen der erwarteten schweren Regenfälle in der kommenden Woche warnte Regierungssprecher Katsunobu Kato vor weiteren Erdrutschen. 4.800 Haushalte hätten zudem keine Wasserversorgung mehr.

Japan liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten aufeinander stoßen. In diesem Gebiet kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

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