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Östliches Mittelmeer : Starkes Nachbeben erschüttert Kreta

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Nach dem schweren Erdbeben auf Kreta haben Dutzende Nachbeben die Insel erschüttert. Das bisher heftigste Nachbeben am Dienstagmorgen hatte eine Stärke von 5,3.

Erdbeben auf Kreta
Die Ortschaft Arkalochori im Süden von Kreta war besonders vom Erdbeben am Montag betroffen.
Quelle: dpa

Kreta ist am Dienstagmorgen von einem schweren Nachbeben erschüttert worden. Das Geodynamische Institut in Athen gab die Stärke des Bebens vorläufig mit 5,3 an - es sei das bisher stärkste von Dutzenden Nachbeben.

Das Zentrum des Bebens lag demnach 22 Kilometer südöstlich von Heraklion, der Hauptstadt der südgriechischen Insel. Das Nachbeben ereignete sich kurz vor einem Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis, der selbst aus Kreta stammt.

Bereits am Montag hatte die Erde länger gebebt. Ein Mann kam beim Einsturz einer Kirche ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt.

Die Stärke des Erdbebens am Montag hatte das Institut vorläufig mit 5,8 angegeben. Tausende Menschen drängten sich auf den Straßen, Häuser wurden beschädigt, es gab Steinlawinen. Das Ministerium für Klima- und Zivilschutz teilte mit, dass dieses Beben sehr wahrscheinlich das Hauptbeben gewesen sei und die nachfolgende "intensive seismische Aktivität" sich in Nachbeben äußere.

Ministerium: Von Gebäuden fernhalten

Das Ministerium forderte die Einwohner des Gebiets auf, sich von Gebäuden fernzuhalten, selbst wenn sie nur leicht beschädigt seien, und den Anweisungen der Behörden zu folgen. Es wird vermutet, dass Hunderte Wohnhäuser durch das erste Beben beschädigt wurden. Viele Anwohner verbrachten die Nacht in Zelten, die von den Behörden bereitgestellt wurden.

Griechenland liegt in einer seismisch hoch aktiven Region und wird jedes Jahr von hunderten Erdbeben erschüttert. Die große Mehrheit davon ist klein und verursacht keine Schäden.

Hunderte alte Steinhäuser eingestürzt

Besonders stark vom Beben am Montag betroffen waren auf Kreta die Ortschaften Arkalochori, Patsideros und Viannos in unmittelbarer Nähe des Zentrums des Bebens rund 20 Kilometer südlich der Hafenstadt Iraklion. In den Dörfern sollen Hunderte alte Steinhäuser eingestürzt sein.

In Viannos kam ein 62-Jähriger ums Leben, berichtete die griechische Zeitung "To Proto Thema". Tragischerweise soll der Mann im Moment des Bebens damit beschäftigt gewesen sein, frühere Erdbeben-Schäden in einer Kirche des Ortes zu reparieren.

In der Hafenstadt Iraklion rannten die Menschen panisch auf die Straßen, als Gebäude zu wackeln begannen. Zahlreiche Nachbeben sorgten für weitere Unruhe.

Auch in der Türkei war das Beben zu spüren, vor allem in der Küstenregion Datca.

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