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Flucht nach Europa - Afghanistan-Krise sorgt für mehr Asylanträge

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Die Zahl der Geflüchteten, die in der EU Schutz suchen, ist in den letzten Monaten laut der Asylbehörde EASO stark angestiegen. Vor allem Afghanen flüchten nach Europa.

In Deutschland ist die Anzahl der Asylbewerber im Vergleich zum Vorjahr um circa 35 Prozent gestiegen. Besonders stark nahm die Zahl der Antragsteller aus Afghanistan zu.

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Ein neuer Höchststand von Flüchtenden aus Afghanistan hat in den letzten Monaten zu einer deutlich höheren Zahl von Asylbewerbern in der Europäischen Union beigetragen, so die EU-Asylbehörde EASO.

Im August 2021 hätten die EU-Staaten rund 56.000 Fälle von internationalen Schutzgesuchen registriert, sagte die Direktorin der Behörde, Nina Gregori, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Das sind nach früheren EASO-Daten 16.000 Anträge oder 40 Prozent mehr als im August 2020.

An der deutsch-polnischen Grenze häufen sich die unerlaubten Grenzübertritte. Im September haben sechsmal so viele Flüchtlinge versucht über Belarus und Polen nach Deutschland zu gelangen.

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Asylanträge nehmen stark zu

Laut Gregori sei der August der dritte Monat mit einer deutlich steigenden Zahl an Asylanträgen. "Wir sind in Europa damit fast auf dem Niveau der Zeit vor Corona, was die Asylantragszahlen betrifft."

Die EASO-Chefin sagte, allein von afghanischen Staatsangehörigen seien im August in der EU rund 10.000 Asylanträge gestellt worden, was ein "Rekord" sei und eine Steigerung um 38 Prozent gegenüber dem Vormonat Juli bedeute.

An der EU-Außengrenze sollen Sicherheitskräfte Migranten gewaltsam zurückgedrängt haben - in Kroatien, Griechenland und Rumänien. Die EU-Kommission will die Fälle nun untersuchen.

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Gründe für den Anstieg

Gründe für den Anstieg seien Anträge, die von Afghanen nach der Luftbrücken-Evakuierung aus Kabul gestellt würden, und Asylgesuche von Afghanen, die schon längere Zeit in Europa lebten und nun zum wiederholten Mal Asyl beantragten.

"Wir sehen bisher keine Bewegungen von Afghanen aus Afghanistan, die nach Europa kommen", betonte die EASO-Chefin. Aber die Asylbehörde beobachte die Situation in den Nachbarländern von Afghanistan sehr genau, wo derzeit Hunderttausende Schutz suchten. "Wir müssen uns auf eine schwere Situation der Migrationsbewegung aus Afghanistan nach Europa vorbereiten", mahnte Gregori.

An mancher EU-Außengrenze werden Flüchtlinge von Grenztrupps mit Gewalt zurückgetrieben. Sogenannte illegale Pushbacks werden auch aus dem Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus gemeldet. Die EU-Innenminister suchen in Luxemburg einen Ausweg.

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Mehr Kapazitäten auf dem Balkan

Ihre Behörde arbeite eng mit der EU-Kommission und den Behörden der EU-Mitgliedstaaten zusammen und baue etwa Aufnahmekapazitäten auf dem Balkan auf. Zudem werde ein Resettlement-Programm für Afghanistan in die EU vorbereitet.

"Sobald die europäischen Staaten entscheiden, Flüchtlinge von Afghanistan nach Europa umzusiedeln, steht EASO bereit, eine Schlüsselrolle in dem Verfahren zu übernehmen", sagte Gregori.

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