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Mehr Forschung und Vorsorge - EU sagt Krebs den Kampf an

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Im vergangenen Jahr starben in der EU 1,3 Millionen Menschen an Krebs. Mit einem neuen Aktionsplan will die EU-Kommission nun entschlossener gegen Krebserkrankungen vorgehen.

Eine Person hält vor ihrem Gesicht eine Zigarette in den Fingern und stößt Qualm aus dem Mund aus.
EU-Ziel im Kampf gegen Krebs: Nur noch fünf Prozent Raucher bis 2040
Quelle: dpa

Die EU-Kommission will vier Milliarden Euro in den Aktionsplans gegen Krebs stecken. Auf Twitter nannte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vier Kernbereiche des Aktionsplans, den sie einen Tag vor dem Weltkrebstag vorlegte:

  • Prävention
  • Krebs so früh wie möglich erkennen
  • Zugang zu den höchsten Standards bei Diagnose und Behandlung sicherstellen
  • Verbesserung der Lebensqualität für Patient*innen und Überlebende

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Eine "tabakfreie Generation" schaffen

Bei der Vorbeugung nimmt die EU-Kommission erneut den Tabak ins Visier, der nach ihren Angaben für 15 bis 20 Prozent aller Krebserkrankungen in der EU verantwortlich ist. Ziel sei eine "tabakfreie Generation", sagte Kommissionsvize Margaritis Schinas. Bis 2040 soll der Anteil der Raucher in der Europäischen Union von heute 25 Prozent auf unter fünf Prozent sinken.

Konkret will die Kommission im Kampf gegen das Rauchen bei Tabak Produktstandards verschärfen, die Mindestbesteuerung anpassen und gegen Tabakwerbung in sozialen Medien und beim Sponsoring vorgehen.

Wegen des Corona-bedingten Behandlungs- und Diagnose-Stopps im Frühjahr, wurden in Großbritannien viele Krebs-OPs verschoben.

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2 min
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Auch Alkohol ist aus Sicht der Kommission als Krebsrisiko unterschätzt. Deshalb wolle man mit den EU-Staaten dafür sorgen, dass Alkohol weniger preiswert und weniger verfügbar ist, dass Werbung eingeschränkt und besser über Risiken aufgeklärt wird.

Von der Leyen: Zugang zu moderner Technologie für alle

"Unser übergreifendes Anliegen ist es, überall in der EU gleichen Zugang zu moderner Technologie und Behandlung zu ermöglichen", sagte Ursula von der Leyen. Bis 2030 solle so etwa niemand mehr an Gebärmutterhalskrebs erkranken. "Wir streben die Eliminierung von Gebärmutterhalskrebs und anderen durch humane Papillomviren (HPV) verursachten Krebsarten an", EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Demnach sollen 90 Prozent der jungen Frauen und auch deutlich mehr Männer gegen humane Papillomviren (HPV) geimpft werden.

Die Kommission nannte außerdem das Ziel, dass bis 2025 nahezu allen Menschen in Risikogruppen für Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs Vorsorgeuntersuchungen zumindest angeboten werden. In Deutschland und einigen anderen Ländern ist dies teilweise bereits der Fall. Besonders in östlichen Ländern werden jedoch deutlich weniger Menschen voruntersucht, und auch die Zahl der Krebstoten ist dort relativ zur Bevölkerung bedeutend höher.

Archiv, Mainz: Forschungslabor der Firma Biontech.

mRNA-Impfstoffe als Therapie - Was die Corona-Forschung mit Krebs zu tun hat 

Die Corona-Vakzinforschung setzte auf mRNA-Impfstoffe. Diese sind in der Krebsforschung schon länger eine Hoffnung für neue Therapien.

Gleiche Überlebenschancen für alle Krebspatient*innen

Wie von der EU-Kommissionspräsidentin angedeutet, will Brüssel diese enormen Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten angehen. "Wir wollen sicherstellen, dass alle Krebspatienten die gleichen Überlebenschancen haben", erklärte Kyriakides, die selbst bereits zwei Mal an Brustkrebs erkrankte.

Nach Kommissionsangaben erkrankten 2020 in der EU 2,7 Millionen Menschen an Krebs, 1,3 Millionen starben daran. Demnach ist Krebs im Begriff, die häufigste Todesursache in der EU zu werden. Lungenkrebs ist insgesamt die häufigste tödliche Krebserkrankung, bei Frauen ist es Brustkrebs. Die Corona-Pandemie habe zusätzlich schwerwiegende Auswirkungen auf Behandlung und Vorsorge von Krebspatient*innen, erklärte die Behörde.

In Deutschland starben 2019 rund 231.000 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung - 125.000 Männer und 106.000 Frauen. Krebs ist damit in Deutschland die Ursache für ein Viertel aller Todesfälle. Lungen- und Bronchialkrebs war unter den Krebs-Todesfällen am häufigsten.

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