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Finale in Rotterdam - Italien gewinnt ESC, Deutschland Vorletzter

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Rock setzt sich durch: Die Band "Måneskin" gewinnt nach 31 Jahren wieder den Eurovision Song Contest für Italien. Deutschland erlebt ein Debakel und wird Vorletzter.

Am Samstagabend fand das große Finale des ESC statt. 3.500 negativ getestete Zuschauer durften sich die Show vor Ort in Rotterdam anschauen.

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Das Besondere an "Måneskin" ist, dass man keine drei Sekunden braucht, um diese Band zu verstehen. Schon nach dem ersten Gitarren-Riff ist klar: Hier passiert jetzt etwas. Man kann es lieben. Man kann es hassen. Aber es wird einem nicht egal sein.

Genau das macht ESC-Sieger aus.

Der Sieger-Song "Zitti E Buoni" lebt von Sänger Damiano David: Schwarz lackierte Fingernägel, kajalverschmierte Augen, auf der nackten Brust ein Schriftzug eintätowiert: "Il ballo della vita" ("Der Tanz des Lebens"). Am frühen Sonntagmorgen steht fest: Mit diesem Rock-Song gewinnt Italien das erste Mal nach 1990 wieder den ESC.

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Frankreich und Malta müssen sich geschlagen geben

Dieser Auftritt passt irgendwie am besten zu diesem verkorksten Corona-Jahr. Es ist, als würde sich Europa danach sehnen, in einem stickigen Kellerclub mit hunderten Menschen und viel Bier zu feiern - um dabei zuzusehen, wie vorne auf der Bühne ein androgyner Rocker mit nacktem Oberkörper eine Gitarre und irgendwie auch den Frust der vergangenen Monate zerschmettert.

Schon im Vorfeld ist Italien einer der Favoriten. Doch das Rennen ist eng. Und das Teilnehmerfeld stark. Auch die Französin Barbara Pravi wird hoch gehandelt und wird am Ende Zweite. Ihren klassischen Chanson "Voila" singt sie ganz alleine auf der Bühne, angestrahlt nur von einem Scheinwerfer. Dritter wird Sänger "Gjons Tears" aus der Schweiz, er überzeugt mit einer fantastischen Stimme und einer Bombast-Ballade.

Deutschland enttäuscht wieder einmal

Auch die hoch gehandelte 18-jährige Sängerin Destiny aus Malta hat das Nachsehen. Sie verpasst den ersten ESC-Sieg für ihr Land überhaupt und wird Siebte. Island erreicht Platz vier, die Ukraine Platz fünf.

Enttäuschend verläuft der Abend wieder einmal für Deutschland. Der 26-jährige Musicalsänger Jendrik aus Hamburg bekommt nur drei Punkte. Sein Song "I don't feel hate" - ein Statement gegen Hassbotschaften - landet auf dem vorletzten Platz. Zu überladen ist der Song, zu konfus. Und ehrlicherweise fehlt ihm auch eine gute Melodie.

Trotz Corona: 3.500 Zuschauer in der Halle

Am Ende ist dieser ESC auch ein Aha-Erlebnis. Wobei Aha gerade nicht für Abstand, Hygiene und Alltagsmaske steht. Denn gerade deutsche Zuschauer dürften sich verwundert die Augen gerieben haben. In der Halle in Rotterdam sitzen trotz Corona 3.500 Zuschauer - ohne Masken, ohne Abstand. Die Veranstalter verweisen auf ein strenges Sicherheitskonzept, zu dem auch Tests gehören.

Daran hatte es im Vorfeld Kritik gegeben, unter anderem von SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Auch, weil es im Vorfeld prominente Corona-Fälle gegeben hatte: ESC-Sieger Duncan Laurence etwa durfte bei der Show ebensowenig live auftreten wie die Band aus Island. Beide hatten sich in den ESC-Wochen infiziert.

Dem Autor auf Twitter folgen: @dominikrzepka

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