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Schnee, Eisregen, Glätte - Extremwetter am Wochenende - das erwartet uns

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Heftige Schneefälle, Sturm und Eisregen - die Bahn hat bereits einige Verbindungen im Fernverkehr vorsorglich gestrichen. Womit wir am Wochenende rechnen müssen - ein Überblick.

Heftige Schneefälle, Sturm und Eisregen: Deutschland droht das größte Wetterchaos seit Jahren.

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Klirrende Kälte und Schneesturm im Norden, im Süden gibt es deutlich höhere Temperaturen - vor diesen Gegensätzen steht Deutschland am Wochenende. ZDF-Wetterexpertin Berit Bogs spricht von einer "extremen und außergewöhnlichen Wetterlage."

Wann wird es wie gefährlich?

Von Süden her komme am Samstag neuer Regen bis in die Mitte Deutschlands, so Bogs. Nach Norden hin werde daraus zunehmend Schnee. In Nordrhein-Westfalen, Hessen und bis nach Thüringen müsse mit Eisregen gerechnet werden. Er könne die ganze Nacht anhalten und am Sonntag auch Nordbayern betreffen.

ZDFheuteWetter - Wetterwarnung Wochenende 06.- 07.02.2021
ZDFheuteWetter - Wetterwarnung Wochenende 06.- 07.02.2021
Quelle: ZDF

Nach Norden hin schneit es in einem breiten Streifen - in der Nacht zu Sonntag und am Sonntag selbst dann immer intensiver. "Da ist der Schwerpunkt dann Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, aber auch in Berlin und Hamburg kann es weiß werden", sagt Bogs.

Es können teilweise bis zu 50 Zentimeter Neuschnee fallen, und es drohen Schneeverwehungen durch stürmischen Ost-Wind. In Teilen Nordrhein-Westfalens, Niedersachsens und Sachsen-Anhalts galt am Samstag die höchste Warnstufe des DWD. In der Nacht rechneten die Meteorologen von Westen nach Osten von Bocholt bis Magdeburg mit starkem Schneefall und extremen Schneeverwehungen.

"Das Gefährliche ist vor allem der Eisregen. Am schlimmsten ist es aktuell im mittleren Hessen. Ab Montag droht Dauerfrost", sagt ZDF-Meteorologin Katja Horneffer.

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In weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen soll es Glatteis geben. Am Alpenrand gab es Warnungen vor schweren Sturmböen, im Norden und der Mitte vor Sturm- und Windböen.

Meteorologen sprechen von einem "denkwürdigen Ereignis mit Seltenheitswert" - und ziehen Vergleiche zum Winter 1978/79, als bei einer Schneekatastrophe in Norddeutschland das Verkehrs-, Versorgungs- und Kommunikationsnetz zusammenbrach.

Ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen?

Der Verkehr werde massiv durch den Schneesturm und den Eisregen beeinträchtigt sein, sagt Bogs, sowohl der Straßen- als auch der Bahnverkehr. Schnee- und Eisbruch würden die Lage besonders gefährlich machen.

In Brandenburg meldete die Polizei am Mittag, dass Autofahrer bereits mit vereinzelt glatten Straßen rechnen müssten. Viele Menschen schienen sich an die Unwetterwarnungen zu halten, etwa im verschneiten Harz, den Ausflügler am Samstag weitgehend mieden.

"Wir stellen erfreut fest, dass die meisten Menschen die Unwetterwarnungen ernst genommen haben und sich heute nur wenige auf den Weg zu uns in den Oberharz gemacht haben", schrieb etwa die Polizei Goslar auf Facebook. Man hoffe, auch am Ende des morgigen Tages Ähnliches sagen zu können.

Wie reagiert die Deutsche Bahn?

Die Deutsche Bahn warnt vor Verspätungen und Zugausfällen. Einzelne Zugverbindungen wurden bereits vorsorglich gesperrt - allerdings nur in der Mitte und im Norden des Landes. Fahrgästen, die für das Wochenende geplante Reisen wegen des angekündigten Wintereinbruchs im Norden Deutschlands verschieben wollen, bietet die Bahn an: Sie könnten bereits gebuchte Fernverkehrstickets "bis einschließlich sieben Tage nach Störungsende entweder flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren".

Die Bahn richtete inzwischen auch eine kostenlose Hotline für Reisende ein (08000-996633) und organisierte in mehreren Städten, unter anderen in Hamburg, Hannover und Kassel, Übernachtungsmöglichkeiten für Reisende, die möglicherweise ihr Ziel nicht mehr erreichen können. Auch das Servicepersonal wurde an den Bahnhöfen dort verstärkt.

Schneestürme und Dauerfrost im Norden – 20 Grad und frühlingshafter Föhn im Süden. Das Wetter in Deutschland ist aktuell extrem – und wird zum Wochenende noch extremer.

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Auch der Winterdienst im Norden bereitet sich vor. Mit rund hundert Räum- und Streufahrzeugen stünden die Autobahnmeistereien rund um die Uhr bereit, um die etwa 750 Kilometer Autobahn im Norden schnee- und eisfrei zu halten, sagte eine Sprecherin. Autofahrer sollten ihre Fahrweise den Witterungsverhältnissen anpassen und Schneeräum- und Streufahrzeuge nicht überholen.

Wie kann man sich schützen?

"Möglichst zu Hause bleiben in den betroffenen Regionen“, rät Berit Bogs. Glatteis, umstürzende Bäume: "Es kann wirklich gefährlich sein," warnt Bogs. Auch müssten sich die Menschen darauf einstellen, dass der Strom ausfalle. Man sollte die Wetterlage und die Warnungen kontinuierlich verfolgen.

An etlichen deutschen Flüssen herrscht immer noch Hochwasser. Den Behörden zufolge handle es sich aber nicht um eine bedrohliche Situation.

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Wie ist die Lage im Süden?

Während im Norden Minusgrade erwartet werden, soll es im Südwesten Temperaturen von 8 bis 13 Grad geben. Zwischen Nord- und Süddeutschland erwarten Experten ein Temperaturgefälle von rund 20 Grad. Am Alpenrand kann es laut DWD vorübergehend stürmischen Südföhn geben, der die Temperatur am Samstag auf bis zu 15 Grad bringen kann. Aber auch manche Gegenden im Süden sind wettergeplagt und kämpfen mit Hochwasser.

Wann beruhigt sich das Wetter wieder?

Am Montag wird es wahrscheinlich in Bayern eher stark schneien. Aber im Laufe der neuen Woche ist mit einer Wetterberuhigung zu rechnen. Die Schneefälle ließen dann nach, sagt Bogs, wobei die extreme Kälte im Norden zunächst noch anhalte. Im Süden bleibe es weiterhin mild.

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