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Ermittlungen gegen sächsische Polizisten

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Verkauf gestohlener Fahrräder - Ermittlungen gegen sächsische Polizisten

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Eigentlich sollen Polizisten gegen den Diebstahl von Fahrrädern vorgehen. Mehrere Beamte in Sachsen sollen nun selbst gestohlene Fahrräder verkauft haben.

Das Wappen der sächsischen Polizei ist auf der Uniform eines Polizisten zu sehen.
Mehrere sächsische Beamten werden des An- und Weiterverkaufs gestohlener Fahrräder beschuldigt.

Wegen des mutmaßlichen An- und Weiterverkaufs gestohlener Fahrräder ermittelt die Leipziger Staatsanwaltschaft gegen zahlreiche sächsische Polizisten. Seit Mitte 2019 laufen mehrere Ermittlungsverfahren, die sich "gegen eine Vielzahl von Beschuldigten" richteten, teilte die Anklagebehörde am Donnerstag mit.

Die Tatvorwürfe reichen demnach von Strafvereitelung im Amt über "Diebstahl bzw. Unterschlagung" bis hin zu Tatbeständen des Korruptionsstrafrechts wie Vorteilsgewährung, Vorteilsnahme, Bestechlichkeit und Bestechung.

Die konkrete Anzahl der betroffenen Personen, die Fahrräder erworben haben oder in die Veräußerung involviert waren, sowie die konkrete Anzahl von betroffenen Fahrrädern ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
Staatsanwaltschaft Leipzig

Beamte versetzt, Behörde geschlossen

Wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig sagte, hatte sich zunächst eine Polizistin der Untreue bzw. Vorteilsgewährung verdächtig gemacht. Sie sei als Asservatenbeauftragte der Abteilung "Zentrale Bearbeitung der Fahrradkriminalität" beschäftigt gewesen. Auch gegen zwölf weitere Beamte habe es einen Anfangsverdacht gegeben.

Daraufhin seien alle Betroffenen "so schnell wie möglich" versetzt und die Abteilung geschlossen worden. Die Ermittlungen wurden an das Landeskriminalamt abgegeben.

Bericht: Mindestens 40 Beamte betroffen

Laut Medienberichten, die sich auf Veröffentlichungen der ermittelnden LKA-Sonderkommission stützen, sei nach derzeitigem Ermittlungsstand davon auszugehen, dass mindestens 40 Beamte der Polizeidirektion Leipzig betroffen seien.

Zudem hieß es, dass auch Staatsanwälte und ein Richter zu den Käufern der Fahrräder gehört haben könnten. Dafür gebe es bislang keine Anhaltspunkte, erklärte die Leipziger Staatsanwaltschaft. Die Identität der Beschuldigten sei noch zu klären.

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