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Zahlen zum Tag des Fahrrads - Fahrrad-Boom macht Investitionen nötig

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Fahrradfahren ist beliebt wie nie zuvor. Folge sind mehr Unfälle und mehr Investitionsbedarf. So steht es um die deutsche Rad-Infrastruktur - ein Überblick in Zahlen und Grafiken.

Niedersachsen, Tossens: Die Fahrräder einer Familie lehnen am Friesenstrand im Landkreis Wesermarsch an einem blauen Strandkorb. Archivbild
Umweltfreundlich und gesundheitsfördernd: Fahrräder sind hoch im Kurs, wenn es um klimabewusste Fortbewegung geht.
Quelle: dpa

Seit 1998 wird am 3. Juni der Tag des Fahrrads oder Weltfahrradtag mit Ausfahrten und Sternenfahrten gefeiert. Fahrradverbände nutzen den Tag, um auf die zunehmende Belastung durch Autos im Straßenverkehr und auf die Gefahren für Radfahrer*innen hinzuweisen. Das Fahrrad wird als umweltfreundliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel in den Fokus gerückt.

Mehr Radfahrer, mehr Investitionen

Die Zahl regelmäßiger Fahrradnutzer*innen steigt seit einigen Jahren wieder, besonders im Corona-Pandemiejahr 2020 war der Anstieg spürbar. Das Fahrrad wird gerne in der Stadt, für den Weg zur Arbeit oder auf Fahrten bis 15 Kilometer genutzt.

Mit Programmen wie "Stadt und Land" oder dem Nationaler Radverkehrsplan 3.0 will das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Länder und Kommunen beim Ausbau des Radverkehrs unterstützen. Dafür wurden laut BMVI Fördermittel in Höhe von 1,46 Milliarden Euro bereit gestellt.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) kritisiert die Pläne aber als unkonkret, außerdem könnten viele Kommunen den Eigenanteil der Ausbaukosten nicht stemmen.

nano vom 4. Juni 2021: Die Fahrradhersteller melden hohe Absätze und wer sein Wunschrad haben möchte, muss Wartezeiten einplanen. Wird die Verkehrsplanung dem Fahrradboom gerecht?

Beitragslänge:
28 min
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Reale Gefahren und der innere Schweinehund

Bessere Infrastruktur wünschen sich viele Radfahrer*innen, vor allem eine klare Trennung der Fahrradspur von der Verkehrsspur, denn die Unfallzahlen sprechen eine deutliche Sprache. Obwohl die Zahl der Unfälle mit Personenschäden insgesamt deutlich zurück ging, ist die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer*innen wieder deutlich gestiegen.

Fehlende Fahrrad-Infrastruktur und damit verbundene Gefahren und Unannehmlichkeiten sind für viele ein Grund auf das Fahrrad im Alltag zu verzichten. Mehr als ein Fünftel der Radnutzer*innen vermisst ausgebaute Radwege oder Fahrradstreifen. Vielen ist aber auch der Weg zu lang, das Wetter zu schlecht oder das Fahhradfahren einfach zu anstrengend.

Mehr Tagesausflüge mit dem Rad wegen Corona

Laut der ADFC-Radreiseanalyse sank die Zahl der Radreisen durch das fehlende Übernachtungsangebot 2020 um 35 Prozent. Dagegen ist die Zahl der Tagesausflüge mit dem Fahrrad im gleichen Zeitraum um 40 Prozent gestiegen. Auch die Deutsche Bahn und FlixBus verzeichnen seit Jahren steigende Zahlen bei Fahrradmitnahmen.

Mehr E-Bikes auf den Radwegen

Der Absatz von Elektrofahrrädern in Deutschland nimmt seit einigen Jahren zu. Durch die motorisierte Unterstützung beim Fahren ergeben sich neue Möglichkeiten wie längere Fahrstrecken, aber auch neue Anforderungen an ein flächendeckendes Ladenetz für E-Bikes.

Fahrräder stehen vor der Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle (Saale), 17.06.2020.

Drahtesel weiter hoch im Kurs - Fahrradbranche boomt - Ersatzteile fehlen 

Die Fahrradbranche boomt - auch wegen Corona. Dabei boomt es im Norden des Landes mehr als im Süden. Zum Problem dieses Jahr wird die Ersatzteilversorgung.

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