Sie sind hier:

Bereits Anzeige im Frühjahr : Ayleen: Verdächtiger schon im April auffällig

Datum:

Der mutmaßliche Täter im Fall Ayleen soll schon im Frühling ein weiteres Mädchen belästigt haben. Zudem wurde vom Gericht begründet, warum seine Führungsaufsicht endete.

Ein toter Baum steht am Ufer des Teufelsees im hessischen Wetteraukreis.
Am Teufelsee im hessischen Wetteraukreis wurde die 14-jährige Ayleen tot aufgefunden.
Quelle: picture alliance / ROPI

Im Kriminalfall Ayleen sind weitere Details zu dem Tatverdächtigen bekannt geworden. Das Landgericht Limburg teilte an diesem Donnerstag mit, dass die Führungsaufsicht des 29-Jährigen im Januar dieses Jahres ausgelaufen sei. Zudem wurden weitere Vorwürfe gegen den Mann aus Hessen bekannt: Im Frühjahr soll er eine Schülerin belästigt haben.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen sagte, dass seit Dienstag eine Strafanzeige gegen den Beschuldigten wegen des Verdachts der versuchten Nötigung vorliege. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. Der 29-Jährige steht im Verdacht, die 14-jährige Ayleen aus Baden-Württemberg getötet zu haben. Die Leiche der Schülerin war vergangene Woche in einem See im hessischen Wetteraukreis gefunden worden.

Tagelang war die 14-Jährige Ayleen A. vermisst. Am vergangenen Freitag ist ihre Leiche gefunden worden. Verdächtiger ist ein 29 Jahre alter vorbestrafter Sexualstraftäter.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Weiterer Fall von Belästigung wohl schon Ende April

Bereits Ende April soll der 29-Jährige versucht haben, ein 17 Jahre altes Mädchen unter anderem durch Textnachrichten zu einer Beziehung zu nötigen. Anfang Mai sei Strafanzeige gegen ihn bei der Polizei im hessischen Friedberg erstattet worden. Zu den verschiedenen Maßnahmen nach dieser Anzeige habe auch eine Gefährderansprache gehört. Das ist ein Mittel, um Verdächtigen deutlich zu machen, dass die Polizei sie im Blick hat.

Nach der Anzeige habe der Beschuldigte die Möglichkeit gehabt, sich zu den Vorwürfen zu äußern, teilte ein Polizeisprecher in Friedberg mit. Davon habe er aber keinen Gebrauch gemacht. Der Fall sei schließlich an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden.

Täter war nach Sexualdelikt zehn Jahre in Psychiatrie

Den Ermittlern zufolge war der Mann als Jugendlicher für zehn Jahre wegen eines versuchten Sexualdelikts in ein psychiatrisches Krankenhaus gekommen und stand nach seiner Entlassung unter Führungsaufsicht. Das Amtsgericht Frankenberg (Eder) legte im Januar 2017 deren Dauer auf drei Jahre fest, wie das Landgericht Limburg am Donnerstag mitteilte. Das Amtsgericht Wetzlar verlängerte demnach dann im Januar 2020 die Aufsicht auf unbefristete Zeit.

Dagegen habe der Mann Beschwerde eingelegt und das Landgericht im Januar 2020 unter Abänderung der ersten amtsgerichtlichen Entscheidung die Dauer der Aufsicht von drei auf fünf Jahre verlängert.

Die sehr strengen Anforderungen an eine unbefristete - also auf lebenslange Dauer angelegte - Führungsaufsicht wurden zum damaligen Zeitpunkt der Entscheidung nicht als gegeben angenommen, die Führungsaufsicht wurde aber auch nicht beendet.
Gerichtssprecher, Landgericht Limburg

Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt: Immer mehr Kinder und Jugendliche werden in Deutschland Opfer sexualisierter Gewalt. Die Darstellung von Missbrauch hat sich verdoppelt.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Gerichtssprecher: Für dauerhafte Führungsaufsicht gab es trotz Delikten keinen Anlass

Die zuständige Kammer habe zunächst als milderes Mittel eine Verlängerung auf die Höchstfrist von fünf Jahren ausgesprochen, da der Mann weiter unter Führungsaufsicht stehen sollte. Danach sei die Kammer mit dem Fall nicht mehr befasst gewesen, "insbesondere nicht mit der Frage, ob das weitere Verhalten des Tatverdächtigen in der verlängerten Zeit der Führungsaufsicht in der Gesamtschau nunmehr eine unbefristete Führungsaufsicht rechtfertigt".

Dem Gerichtssprecher zufolge ist eine Entfristung vor Ablauf der verlängerten Dauer der Führungsaufsicht nicht mehr ausgesprochen worden mit der Folge, dass diese am 25. Januar 2022 endete. Für eine Entfristung habe das Verhalten des jetzt Tatverdächtigen keinen Anlass gegeben. Dieser sei in der Zeit der Aufsicht zwar mit Eigentumsdelikten - Diebstahl - und Verkehrsdelikten aufgefallen, nicht aber mit Sexualdelikten.

Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.