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Bundesverwaltungsgericht Leipzig - Fehmarnbelt-Tunnel darf gebaut werden

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Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass der umstrittenen Fehmarnbelt-Tunnel unter der Ostsee gebaut werden darf.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Weg für den Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark freigemacht. Mehrere Klagen gegen das Milliardenprojekt wurden abgewiesen.

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Der Fehmarnbelt-Tunnel soll der längste Absenktunnel der Welt werden, der von Autos und Zügen genutzt werden kann. Der kombinierte Eisenbahn- und Straßentunnel soll die Fahrtzeit etwa zwischen Hamburg und Kopenhagen deutlich verkürzen.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat nun den Weg für eine feste Fehmarnbelt-Querung freigemacht. Mehrere Klagen gegen den geplanten Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark wurden abgewiesen. Der deutsch-dänische Staatsvertrag zu der Querung sei völkerrechtlich bindend, begründete das Gericht das Urteil.

Illustration: Fehmarnbelt-Tunnel
Bislang verbinden nur Fähren Deutschland und Dänemark. Der Fehmarnbelt-Tunnel würde die Fahrtzeit verkürzen.
Quelle: dpa

Schnellere Verbindung - auf Kosten des Umweltschutzes?

Bislang verbinden Fähren Dänemark und Deutschland - in 45 Minuten bringen sie Passagiere auf die andere Seite. Ab 2029 soll es nach dem Willen von Deutschland und Dänemark einen deutlich schnelleren Weg geben: unter dem Meer hindurch.

Das Bundesverwaltungsgericht hat sich mit dem Planfeststellungsbeschluss für den Tunnel befasst, gegen den Aktivisten und Aktivistinnen sowie Umweltorganisationen geklagt hatten. Ihre Klagen hatte das Gericht nun abgelehnt. Es ist das größte Bauprojekt Nordeuropas.

grafik des geplanten tunnels von daenemark nach deutschland

Tunnel unter der Ostsee -
Zweifel gegen den Fehmarnbelt-Tunnel
 

Das Bauprojekt soll Deutschland und Dänemark unter der Ostsee verbinden - Umweltschützer und Fährunternehmen hatten geklagt.

von Christian Deker

Die Punkte der Klägerinnen und Kläger:

  • Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) befürchtet etwa, dass die gefährdeten Schweinswale vom Lärm der Bauarbeiten beeinträchtigt werden könnten. 
  • Außerdem kritisieren der NABU, dass mehrere Riffe unter Wasser im Bereich der Tunnelröhre in der Planung gar nicht berücksichtigt wurden. 
  • Die Fährunternehmen bezweifeln, ob es überhaupt ausreichend Grenzverkehr zwischen Deutschland und Dänemark gibt, der einen Bedarf für das gigantische Bauprojekt rechtfertigt.

Doch der Planfeststellungsbeschluss habe der Überprüfung standgehalten, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Bier am Dienstag bei der Urteilsbegründung in Leipzig.

Rinne am Meeresboden, Straßen an der Luft

Der Tunnel soll von Dänemark gebaut und mit rund acht Milliarden Euro finanziert werden, die deutsche Seite baut dafür ihr Straßen- und Eisenbahnnetz für rund vier Milliarden Euro aus.

Am Meeresboden soll eine Rinne gegraben werden. Die 217 Meter langen Tunnelelemente sollen an Land hergestellt werden und dann nach und nach im Meer versenkt werden, jedes Element wiegt rund 70.000 Tonnen.

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