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Filmfestival - "Borga" gewinnt Max Ophüls Preis

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Die Spielfilme "Borga" und "Fuchs im Bau" haben beim Max Ophüls Preis abgesahnt: Sie erhielten vier, beziehungsweise drei Auszeichnungen. Erstmals fand das Festival online statt.

Max Ophüls Preis
Erstmals online und trotzdem ein Erfolg: Das Filmfestival Max Ophüls Preis
Quelle: Oliver Dietze/dpa

Der Film "Borga" über den Ghanaer Kojo und seine Migrationsgeschichte hat am den Hautpreis und weitere Auszeichnungen des 42. Filmfestivals Max Ophüls Preis gewonnen.

"In einer epischen Erzählweise, ohne Angst vor Schönheit und mit Empathie für sämtliche Figuren, spricht der Film eine ganz besondere Einladung aus: mit Hilfe eines unerhörten Narrativs - einer konsequent schwarzen Perspektive im deutschen Kino - nach Antworten zu suchen", urteilte die Jury. Der Hauptpreis ist mit 36.000 Euro dotiert.

"Borga" heiß "reicher Onkel aus dem Ausland"

Der Film von Regisseur York-Fabian Raabe sicherte sich auch den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film, den Publikumspreis und den Preis der ökumenischen Jury. "Borga" ist laut Raabe ein ghanaisches Wort, das von "Hamburg" abgeleitet ist und "der reiche Onkel aus dem Ausland" bedeutet.

Die ökumenische Jury lobte den Film als "authentisches, aktuelles und fesselndes Drama". "Borga" erzähle mehr als eine Geschichte über einen Migranten. Der Film problematisiere kapitalistisches Handeln, hinterfrage den Traum der illegalen Einwanderer und zeige die Familie als letztgültigen Halt.

Auch "Fuchs im Bau" ausgezeichnet

Insgesamt traten seit Montag 50 Filme in den Wettbewerben an, davon konkurrierten zwölf in der Kategorie Spielfilm. Der mit 13.000 Euro dotierte Fritz-Raff-Drehbuchpreis ging an Arman T. Riahi für seinen Film "Fuchs im Bau" über einen Lehrer in einer Gefängnisschule. Die Geschichte breche "mit Konventionen, gibt sich skurril, originell, kauzig", urteilte die Jury. Riahi erzähle mit "kristallklarer Härte" und "einer großen Portion Menschlichkeit".

Der Film sicherte sich auch den Preis für die beste Regie und den der Jugendjury. Als bester Schauspielnachwuchs wurden Sara Fazilat für ihre Rolle als "Nico" im gleichnamigen Film von Regisseurin Eline Gering sowie Jonas Holdenrieder für seine Darstellung in "Trübe Wolken" von Regisseur Christian Schäfer ausgezeichnet. Die Preise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert.

Dokumentarfilm "Stollen" ausgezeichnet

Den mit 7.500 Euro dotierten Dokumentarfilmpreis gewann "Stollen" von Laura Reichwald. Der Film handelt von einem Bergbaudorf im Erzgebirge, das um seine Identität ringt. "Die Filmemacherin blickt zart, vorsichtig und poetisch auf ein Stück Heimat, die bewahrt werden will, die mit ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft hadert und sich dabei klammert an das, was immer da war", urteilte die Jury.

Das Festival fand dieses Jahr coronabedingt komplett digital auf einer eigens für das Festival entwickelten Streaming-Plattform statt. Bereits am Sonntagabend wurde die zuvor aufgezeichnete Übergabe des undotierten Ehrenpreises an Regisseur Wim Wenders für seine Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film gezeigt.

Mehr Infos zu den preisgekrönten Filmen und wo und wie man sie sehen kann, finden Sie hier auf der Website des Filmfestivals Max Ophüls Preis (MOP)

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