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Buchmesse eröffnet mit Signalen der Hoffnung

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Traditions-Messe während Corona - Buchmesse eröffnet mit Signalen der Hoffnung

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Anders als sonst: Die Frankfurter Buchmesse findet dieses Jahr mit digitalen Angeboten statt. Vor allem aber will die Branche eines: Ein "Zeichen der Hoffnung" setzen.

Livestreams im Internet statt Menschenmassen zwischen Messeständen: Die Frankfurter Buchmesse hat am Mittwoch völlig anders als gewohnt begonnen. Wegen der Corona-Pandemie findet die 72. Ausgabe fast ausschließlich online statt.

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"Signals Of Hope", Zeichen der Hoffnung, will die Frankfurter Buchmesse von Dienstag an senden, klare Zeichen zu aktuellen politischen Fragen genauso wie positive Zeichen für eine Branche, die seit dem Frühjahr von Corona arg gebeutelt worden ist.

Beides gehört seit Menschengedenken zum Selbstverständnis der Buchmesse - daran soll sich nichts ändern, auch wenn 2020 zwischen dem 14. - 18. Oktober in Frankfurt vor Ort alles anders sein wird als gewohnt.

Die Messe soll ein Experiment in digitalem Kulturleben sein, sie wird auf mediale Präsentationen von Menschen und Büchern setzen und nur auf wenige im Detail sorgfältig geplante Veranstaltungen vor Publikum. Ob das eine Notlösung sein wird oder ein Aufbruch, wird sich schnell erweisen. Die Messe sendet sich selbst eben auch Zeichen der Hoffnung.

Die Digitalisierung verunsicherte die Buchmesse

Aufbrüche und Brüche hat die Frankfurter Buchmesse in den Jahrzehnten ihres Bestehens oft erlebt. Klein war sie 1949 beim Neubeginn nach dem Krieg, als den paar Verlagen jeweils nur eine Ausstellerfläche von 2,5 mal 2,5 Metern zur Verfügung stand.

Mit ihrem ungewöhnlichen Werk "Annette, ein Heldinnenepos" hat Anne Weber den Deutschen Buchpreis gewonnen.

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Mit ungewissen Zukunftsaussichten musste sie umgehen, als Anfang der 90er Jahre die Digitalisierung massiv spürbar wurde, und viel Platz für glitzernde CDs freigeräumt werden sollte. Das alles hat die Messe schnell integriert - und zur größten Buchmesse der Welt werden lassen.

Tradition und Neuerung?

Diese Vitalität soll erhalten bleiben, für die Zeichen der Hoffnung hat die Messe daher manche gewohnte und viele neue Spielflächen eingerichtet. Schon am Montagabend konnte man per Livestream die Verleihung des Deutschen Buchpreises an den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus dem Frankfurter Römer verfolgen.

Auf die gleiche Weise wird man auch am Freitagnachmittag die Vergabe des Deutschen Jugendliteraturpreises aus dem Berliner Grips-Theater und das Programm des Blauen Sofas, getragen von ZDF, Bertelsmann, DLF-kultur und 3sat, genießen können. Den feierlichen Abschluss wird am Sonntagvormittag die Ehrung des Wirtschaftsphilosophen Amartya Sen mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bilden, die aus der Paulskirche übertragen werden wird.

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Themen und Menschen

Inhaltlich also alles wie gewohnt? In vieler Hinsicht ja, denn immerhin werden sich und 4.000 Unternehmungen aus aller Welt, darunter auch das Gastland Kanada auf digitalen Foren vorstellen. Und als Livestream wird von Mittwoch bis Sonntag das breit aufgestellte Programm auf der ARD-Bühne in der Festhalle des Messegeländes zu verfolgen sein.

Hier wird zusammengeführt, was sonst über viele Präsentationsorte verteilt gewesen ist. Gespräche und Debattierrunden, auch Aufzeichnungen von Fernseh- und Rundfunksendungen mit Schriftsteller*innen, Wissenschaftler*innen, Publizist*innen zu den Themen, die sie aktuell umtreiben.

Prominente Namen wie Cornelia Funke und Alice Schwarzer

Es wird um dreißig Jahre deutsche Einheit gehen und um Fragen der Gleichberechtigung, um Klimawandel und Migration, aber auch um die Romane, die in den vergangenen Monaten veröffentlicht worden sind. Ein breites Angebot für junge Leser*innen gehört selbstverständlich auch dazu.

Christian Berkel, Cornelia Funke, Harald Welzer und Friederike Otto, Thomas Hettche, Heinrich Steinfest, Alice Schwarzer, Andrea Petkovic oder Andreas Steinhöfel - an Vielfalt und an Namen mit gutem Klang wird es nicht fehlen. Sitz- und Stehplätze bei Lesungen aber wird es nur in der Stadt beim Lesefest "Open Books" geben, zwischen dem 13.- 17. Oktober an rund 80 Orten. Dennoch: Es fehlt nicht an Angeboten der Hoffnung.

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