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"Fridays for Future": Protest jetzt digital

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Klimastreiks kehren zurück - "Fridays for Future": Protest jetzt digital

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Da aufgrund der Corona-Krise keine Straßendemonstrationen möglich sind, mobilisiert die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" ihre Anhänger zum ersten digitalen Klimastreik.

"Fridays for Future" Aktivistin Luisa Neubauer platziert Protestschilder vor dem Reichstagsgebäude in Berlin, aufgenommen am 24.04.2020
Kunstaktion vor dem Bundestag: "Fridays for Future" Aktivistin Luisa Neubauer platziert Protestschilder vor dem Reichstagsgebäude.
Quelle: epa

Die weltweite Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" hat zum ersten globalen digitalen Klimastreik aufgerufen. Nachdem durch die Corona-Krise keine Versammlungen möglich sind, wird der Protest nun ins Internet verlagert.

Zusätzlich wollen die Aktivistinnen und Aktivisten unter dem Motto "Fight every crisis" (Bekämpft jede Krise) die Bundesregierung mit einer Kunstaktion vor dem Bundestag aufmerksam machen, dass die Klima-Krise nicht in Vergessenheit geraten dürfe.

Online-Demo in mehr als 100 Ländern

Dazu seien in Deutschland und in über 100 weiteren Ländern Online-Aktionen zum Klimaschutz geplant. Hierzulande wurde ab 12 Uhr eine Online-Demonstration auf YouTube (Livestream zum globalen Klimastreik) gestartet. Per Liveschalte kommen Redner aus Politik, Wissenschaft und Kultur zu Wort, es gibt aber auch musikalische und literarische Beiträge.

Fridays for Future in Hamburg

Freitags in der Corona-Krise -
Und was macht "Fridays For Future" jetzt?
 

Unlängst noch haben jeden Freitag Zehntausende Schüler für Klimaschutz demonstriert. Das geht jetzt nicht: Corona-Krise, Kontaktsperre. Nun organisiert sich die Bewegung anders.

von Marcel Burkhardt

Fünfter globaler Klimastreik

Geplant seien zudem weitere Social Media-Aktionen unter den Hashtags #FightEveryCrisis oder #Netzstreikfuersklima. Es ist der fünfte globale Klimastreik von "Fridays for Future".

In Deutschland ruft die Organisation dazu auf, bundesweit bemalte Plakate an den eigenen Fenstern und in den Städten anzubringen. Bei vergangenen globalen Klimastreiks waren allein in Deutschland Hunderttausende Teilnehmer für konsequenten Klimaschutz auf die Straße gegangen.

Neue Wege gehen beim Klimaprotest

Die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" muss nach Ansicht der Mitgründerin Carla Reemtsma in der Corona-Krise wieder kreativer werden.

Es fühlt sich an wie am Anfang bei Fridays for Future. Wir müssen uns jetzt neue Protestformen ausdenken.
Carla Reemtsma, "Fridays for Future"

Reemtsma, die in Münster studiert, weiß um die Gefahr, dass ihre Bewegung durch die Corona-Krise nicht mehr ganz so stark wahrgenommen wird wie zuvor. "Wir haben vom Massenprotest auf den Straßen gelebt und gerade geht nicht viel auf den Straßen."

Sehen Sie hier einen Beitrag über die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer:

Beitragslänge:
4 min
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Aufmerksamkeit wieder aufs Klima lenken

Grünen-Chef Robert Habeck hat begrüßt, dass die Aktivisten von "Fridays for Future" auch in der Corona-Krise die Aufmerksamkeit auf den Klimawandel lenken wollen.

Es ist gut, dass Fridays for Future und die Umweltbewegung das Thema zurück auf die Agenda hieven.
Grünen-Chef Robert Habeck

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich in der Corona-Krise an den Empfehlungen der Wissenschaft orientiert. "Wir erwarten auch beim Klimaschutz, dass sie dem Kompass der Wissenschaft folgt", sagte er.

Sehen Sie hier, was die "Fridays for Future"-Bewegung antreibt:

Beitragslänge:
17 min
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Habeck fordert klares Versprechen der Kanzlerin

Es brauche jetzt "ein klares Versprechen der Bundeskanzlerin für mehr Klimaschutz", forderte Habeck, "sowohl national als auch international".

Konkreter forderte Habeck, das Gesetz zum Kohleausstieg noch vor der Sommerpause zu verabschieden, die erneuerbaren Energien schneller auszubauen, eine "Agrarwende" und ein "angeschärftes" europäisches Klimaziel. Merkel habe als Gastgeberin des Klimadialogs eine besondere Verantwortung.

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