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Deutscher Wetterdienst : Frühjahr 2021 war deutlich zu kühl

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Seit Jahren waren wir warme Frühjahre gewohnt. Doch 2021: der kältester April seit 40 Jahren und ein viel zu kühler Mai. Der Wetterdienst zieht Bilanz - und stimmt auf Juni ein.

Sachsen, Lohmen: Passanten stehen bei Regen auf der Basteibrücke im Elbsandsteingebirge im Nationalpark Sächsische Schweiz. Archivbild
Monat Mai: Viel Regen, wie hier im Nationalpark Sächsische Schweiz.
Quelle: dpa

Seit Jahren war der Frühling bei uns stets zu warm - das Frühjahr 2021 hat dieser Serie ein Ende bereitet. Der Frühling (meteorologisch die Monate März, April und Mai) dieses Jahr war mit durchschnittlich 7,2 Grad laut Deutschem Wetterdienst (DWD) deutlich zu kühl.

Je nachdem, welchen Vergleichszeitraum man wählt, lagen die Temperaturen um 0,5 (internationale Refererperiode 1961 bis 1990) beziehungsweise 1,7 Grad unter Soll (aktuelle Referenzperiode 1991 bis 2020). So oder so markiert der Frühling 2021 laut DWD eine Zäsur:

Kältester April seit 40 Jahren

Das lag vor allem am kältesten April seit 40 Jahren. Auf den folgte dann auch noch ein kühler Mai. Ein Sommer-Intermezzo gab es nur zum Muttertag.

  • Waghäusel-Kirrlach südwestlich von Heidelberg hatte am 9. Mai den heißesten Tag dieses Frühjahrs mit satten 31,3 Grad.
  • Am tiefsten sank die Temperatur am 6. April in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb, wo minus 13,6 Grad gemessen wurden.

Zu wenig Regen im Frühling

Auch wenn es in den letzten Wochen gefühlt fast ununterbrochen geregnet hat: In Summe (März, April und Mai) war der Frühling zu trocken, und zwar "bereits zum achten Mal in Folge", wie der DWD berichtet:

  • Das Niederschlagssoll der Referenzperiode (1961 bis 1990) liegt bei 186 Litern pro Quadratmeter.
  • 2021 hatten wir rund 175 Liter und damit 11 Liter weniger pro Quadratmeter.

Erheblich zu trocken verlief die Jahreszeit vor allem im Lee des Harzes, dem Thüringer Becken und der Uckermark. Der meiste Niederschlag fiel im Schwarzwald sowie am Alpenrand.

Archiv: Dunkle Wolken schieben sich am 14.05.2017 bei Sassenberg vor die tiefstehende Sonne

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Regen, Hagel, Sonne - im Mai war bisher alles dabei und vorhersagen ließ sich weder Kühle noch Nässe besonders zuverlässig. Woher das Aprilwetter im "Wonnemonat" Mai kommt.

von Leonie Imhäuser

Die Sonne schien im Frühling 2021 rund 500 Stunden. Damit übertrafen die Zahl an Sonnenstunden knapp ihren Soll von 467 Stunden (Periode 1961 bis 1990).

  • Am längsten zeigte sich die Sonne auf der Ostseeinsel Arkona und am Bodensee mit teils über 620 Stunden.
  • Am wenigsten sonnig war es in Ostfriesland, im Teutoburger Wald und dem Sauerland mit örtlich weniger als 390 Stunden.

Mai 2021 - kein Wonnemonat

Schaut man isoliert auf den Mai 2021, war der Monat nicht nur zu kühl, sondern auch zu dunkel und zu nass:

  • Mit 10,7 Grad lag der Temperaturdurchschnitt 1,4 Grad unter dem Wert der Referenzperiode (1961 bis 1990) und 2,4 Grad unter der Vergleichsperiode (1991 bis 2020).
  • Nach dem besonders trockenen Mai 2020 war der Mai 2021 mit rund 95 Litern pro Quadratmeter besonders nass; das Mittel der Periode von 1991 bis 2020 für Mai liegt bei 70 Litern. Am meisten Niederschlag fiel im Südschwarzwald.
  • Der Mai hatte bei all dem Regen auch besonders wenig Sonne: Mit rund 165 Stunden verfehlte die Sonnenscheindauer ihr Soll von 202 Stunden (Vergleichsperiode 1961 bis 1990) recht deutlich.

Wie geht es wettermäßig weiter?

Morgen beginnt offiziell der Sommer. Für dessen Start sieht es nach dem mauen Frühjahr gar nicht schlecht aus. Am Dienstag - dem meteorologischen Sommerbeginn - steigt die Temperatur im Westen und Südwesten auf sommerliche 26 Grad.

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