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Vor Gipfel in Rom - G20 ringen um Ziele für Klimaschutz

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Die großen Industrienationen wollen auf dem G20-Gipfel über Klimaschutz sprechen. Doch Zusagen zu konkreten Zielen lassen auf sich warten. Das kritisieren Umweltschützer.

Vor dem G20-Gipfel in Rom, Italien
Der G20-Gipfel findet am Wochenende in Rom statt. Dort wird auch das Thema Klimaschutz eine Rolle spielen.
Quelle: Reuters

Die großen Industrienationen (G20) wollen auf ihrem Gipfel am Wochenende in Rom neue Versprechen im Klimaschutz abgeben, sind aber noch uneins über konkrete Ziele. In einem Entwurf des Abschlusskommuniqués, der der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorlag, wird zu "sofortigem Handeln" aufgerufen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

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Strittig ist aber, ob sich die G20 auch zu einem gemeinsamen Ziel für Netto-Null-Emissionen von Treibhausgasen oder Kohlendioxid-Neutralität bis 2050 bekennen wird. Klimaschützer zeigten sich enttäuscht von dem Textentwurf: Dieser bleibe zu vage.

G20-Staaten produzierten die meisten Treibhausgase

In dem Dokument steht das Zieljahr 2050 noch in Klammern. So hat sich auch China als der mit Abstand größte Produzent von Kohlendioxid bisher nur dazu bekannt, bis 2060 kohlendioxidneutral werden zu wollen. Netto-Null bedeutet, dass alle Treibhausgas-Emissionen durch Maßnahmen zur Reduktion wieder aus der Atmosphäre entfernt werden müssen.

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Damit wäre die Menschheit klimaneutral und die globale Temperatur würde sich Forschern zufolge vermutlich stabilisieren. Die G20-Staaten sind für mehr als 75 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen

Die Staats- und Regierungschefs wollen bei ihrem Gipfel in Rom auch das Weltklimatreffen (COP26) vorbereiten, das am Sonntag im schottischen Glasgow beginnt. Dort soll darüber beraten werden, wie das 2015 im Pariser Klimaabkommen formulierte Ziel erreicht werden kann, die gefährliche Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Entwicklungsorganisationen forderten neue Zusagen der G20.

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Als "weltweit größte Umweltverschmutzer" trügen die G20-Staaten besondere Verantwortung.

Klima-Gipfel müsse deutliches Signal senden

Strittig ist in dem Entwurf auch, ob sich die G20 dazu verpflichten will, schon "in den 2020er Jahren" weitere Maßnahmen zu ergreifen, nationale Aktionspläne zu formulieren, umzusetzen und regelmäßig zu überprüfen. Aus Sicht von Klimaschützern wäre solch ein beschleunigtes Handeln erforderlich.

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Der Gipfel müsse eigentlich "das deutliche Signal" senden, dass alle G20-Staaten verbindlich bis nächstes Jahr ihre Klimaschutzbeiträge noch einmal gründlich nachbessern werden - und dafür dann auf der Weltklimakonferenz in Glasgow auch alle übrigen Länder gewinnen.

Mit den jüngsten Klima-Versprechen der Länder würden die Treibhausgase bis 2030 nur um 7,5 Prozent verringert. Für das 1,5-Grad-Ziel würden aber 55 Prozent benötigt - für 2 Grad noch immer 30 Prozent.

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